LTF ROKland Runners
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Erik in Bayern unterwegs - Rottachseelauf, 19.10.2019

Verbunden mit einem Allgäu Urlaub startete Erik am 19.10.19 beim Rottachseelauf in Bayern unter der Ausrichtung des TSV Petersthal.
Es galt einen Rundkurs um den Rottachsee von 15 Kilometern, bespickt mit 200 Höhenmetern zu bezwingen.
Da der Lauf einer bayrischen Lauf Cup Wertung angehört, fanden sich zahlreiche schnelle Athleten an der Startlinie wieder, dazu zählten unter anderem die schnellen Läufer und Favoriten rund um das Laufsportteam Saukel b Faster. Unter den Läufern befand sich außerdem Alina Reh, welche noch Ende September bei den Leichtathletik -Weltmeisterschaften in Doha über 10000 m im Finale stand.
Nach Erhalt der Startnummer und einer kurzen Aufwärmphase erkling dann für Erik um 14:00 Uhr bei leicht einsetzenden Regen der Startschuss. Mit einem recht hohen Tempo ging es zunächst auf ebener Strecke los in Richtung Rottachsee. Bei Kilometer 2 folgten dann schon die ersten Rampen, welche Erik rasch überwinden konnte und an einigen Teilnehmern vorbeizog. Es folgten dann teilweise steile Bergab Passagen bei denen es hieß die „Bremsen“ zu lösen, um die hohe Pace des Läuferfeldes mitgehen zu können.
Nach Kilometer fünfte zeigte sich dann, dass das Streckenprofil mit 200 Hm keinesfalls zu unterschätzen war. Es gab nahezu keine Erholungsphasen mehr, da es stetig in kurzen Rampen bergauf und danach wieder schnell und steil bergab ging.
Durch das hohe Teilnehmerfeld bedingt, konnte Erik sich in einer Gruppe mit Läufern ähnlicher Geschwindigkeit einfinden, wobei die Tempoarbeit abwechselnd gestaltet wurde.
Ohne diese Gruppe hätte Erik die Geschwindigkeit (teilweise 15.9 km/h)nicht halten können.
Ab Kilometer 12 wurden dann die Beine bedingt durch das hügelige Streckenprofil immer schwerer und Erik musste schwer kämpfen um Bestandteil der Gruppe zu bleiben.
Als nach Kilometer 14 jedoch die ersten zahlreichen Zuschauer am Streckenrand standen und die Läufer bejubelten, beflügelte dies nochmal etwas.
Dann ging es 800m vor dem Ziel nach Petersthal zurück und in die letzte Steigung. Die Gruppe löste sich nun und es kam zu einem finalen Sprint, den Erik jedoch ziemlich entkräftet nicht mehr mitgehen konnte.
Erik sprintete trotzdem als 24. Läufer (Teilnehmer Gesamt: 265) in einer Zeit von 1:03:28,1 über die Ziellinie, was glücklicherweise gleichzeitig Rang 3 in seiner Altersklasse M30 bedeutete.
Bei einer schönen Siegehrung mit wahnsinnigen 55 Kuchen und einem guten Allgäuer Weizenbier wurde Erik dann anschließend eine Bronzemedaille für seine Errungenschaft in seiner Altersklasse überreicht.
 
 
 

5. Rokland Trail 31.08.2019

 

Der 5. Rokland Trail war für alle Läufer wieder eine echte Herausforderung. Bei Temperaturen von über 32 Grad und vollem Sonnenschein, kamen die Läufer mehr als ins Schwitzen. Gerade auf der langen Strecke machte sich diese Belastung zusätzlich bemerkbar. Die 6 installierten Vps waren daher auch voll benötigt. Pünktlich zum Start fanden sich diesmal 87 Läufer auf dem Sportgelände des TUS Finkenbach-Waldgrehweiler ein. 41 auf der 6km langen Strecke und 47 im Hauptlauf über 17 km. Für uns immer noch eine beachtliche Zahl, bedenkt man doch, dass unser Lauf absichtlich nicht aktiv beworben wird. Die Strecke war in einem sehr guten Zustand. Viele Stunden waren in die „Begehbarkeit“ investiert worden, um die Trails auch möglich sicher und laufbar zu gestalten. Auch die minimal veränderte Streckenführung bei km 2 und bei km 11 hat bei allen Läufern positiven Anklang gefunden. Auf der kurzen Strecke setzte sich Nicholas Fetzer vom VFL Algenrodt vor Mats Böcher (LC Donnersberg) und Ben Gero Bittger von der Waldorfschule in Otterberg durch. Die Siegerzeit war mit 28:50 sehr stark, bedenkt man die heissen Temperaturen.

Die Damenkonkurrenz auf der kurzen Strecke gewann Iris Walter vom TV Meisenheim in 32:21 vor Kristina Schwanke und Heike Bennoit (VFL Algenrodt).

 

Im Hauptlauf über 17km und 450 HM lief Alexander Basrnsteiner von der LLG Landstuhl einen beeindruckenden Start-Ziel Sieg heraus. Er setzte sich in äusserst starken 1:20:50 Std. vor Torsten Reuter von den Mudmachines in Kaiserslautern (1:28:33 Std.) durch. Auf dem 3. Platz landete nicht ganz unerwartet Benjamin Schmitt von der TUS Essweiler. Er schaffte es, die weiteren starken Anwärter auf das Treppchen in Schach zu halten.

 

Wir sind vor allem über drei Dinge froh, die ich hier noch einmal kurz erwähnen möchte.

 

  1. Es hat sich wiedermal kein Läufer verletzt

  2. Die vielen Streckenposten und Helfer kamen alle begeistert von der Strecke zurück und sicherten ihr Engagement auch für das nxte Mal zu

  3. Viele Läufer loben immer wieder unsere schöne und harte Strecke. Gerade die Hobbyläufer sind extrem begeistert, da sie so einen Trail in dieser Form aus ihren Freizeitläufen nicht kennen

 

Es werden umgehend noch ein paar Bilder und Clips folgen. Ansonsten freuen wir uns auf das nxte Jahr. Beim Schreiben dieses Berichtes merke ich dann doch, wie anstrengen die ganze Planung und Umsetzung war, da es echt schwer fällt, die vielen Einflüsse und Erlebnisse nun aufs Papier bzw. den Monitor zu bringen. Das ist ein gutes Zeichen wie ich finde, denn dann weiss ich, dass die ganze Energie erstmal weg ist und dort gelandet ist, wo sie hingehört: in den Lauf.

 

In diesem Sinne, lasst euch anlocken oder bei der Stange halten. Wir sehen uns im nxten Jahr mit ein paar „kleinen neuen Überraschungen“

 

Euer Team der Rokland Runner

 

 

 

 

 

 

 

Zermatt Ultra Marathon 2019 (Steffen und Volker)

45,6 km ---- 2458 Höhenmeter

 

Wenn einem die Ehefrau so etwas schenkt, dann muss die Liebe groß sein. Denn wer verschenkt schon solche Qualen an den Ehepartner. Nur derjenige der weiss, dass die bessere Hälfte sich darüber freut. Denn wenn man einfach nur vorhat, lieber als Witwe weiter durchs Leben zu gehen, dann ist eine normale Portion Gift im Essen deutlich günstiger und nicht weniger effektiv. Naja wie schon oben erwähnt, war dies ein freudiges Geschenk an meinen Handballfreund Steffen vom SSV Meisenheim, der mit mir einige Oberliga und Rheinhessenligajahre gemeinsam absolviert hatte. Die Idee kam von seiner Frau, sie fragte mich nach meiner Meinung, ich fand die Idee gut und schon gab es kein zurück mehr. Fahrlässige und leichtsinnige Entscheidungen werden natürlich in der Regel immer so getroffen. Das Fahrlässige war natürlich nicht, als weniger alpin erfahrene Läufer an so einem Lauf teil zu nehmen (Ich hatte zu dem Zeitpunkt der Idee nur den Jungfrau Marathon 1 Woche später vor mir und Steffen war nie höher als der Donnersberg mit knapp unter 700Hm gewesen), sondern die Schnapsidee, die 3,6km mehr zum Ultra Marathon mit 45,6km mitzunehmen. Der Gedanke war, dass wenn man schon bei 42,195 km ist, es doch quasi ein „Schnapperl“ sei gerade noch die schlappen 3,6 km mehr mitzunehmen.

 

Es sollten die härtesten 3,6km meines Lebens werden. Nebenbei sei bemerkt, dass die zweithärtesten 3,6km die km 38,5 bis 42,1 des gleichen Laufes wurden. Doch wie sich das gehört bei einem Laufbericht beginnt man am Anfang, wo eigentlich alles noch gut läuft bzw. gut laufen sollte. Steffen und ich reisten freitags an und wir kamen ohne Probleme in etwas mehr als 6 Stunden nachdem wir die Startunterlagen in St. Nikolaus (1110HM) geholt hatten in unserem kleinen, aber durchaus praktikablen Hotel in Täsch (1400HM) an. Von dort ging es direkt mit der Bahn nach Zermatt zur Pastaparty (1600Hm). Dem aufmerksamen Leser ist aufgefallen, das wir hier schon einen Höhenunterschied von 500HM haben. Das wurde uns nebenbei da erst richtig bewusst, wobei der Veranstalter zwar die 500HM angab aber den Anfang der Strecke (die ersten 20km bis Zermatt) als relativ flach angab. Wir sollten bald merken, dass hier andere Maßstäbe herrschen. Nach der Pastaparty ging es wieder ins Hotel und direkt ins Bett. Ich hatte zwei Tage zuvor einen Stich in den Fuss bekommen und der Knöchel war dick und schmerzte. Das ganze habe ich mit Tigerbalsam nochmal eingerieben. Ich wusste, dass es mich etwas behindern würde, aber mehr auch nicht. Rundum kann man sagen, wir waren frei von Blessuren. Der Lauf konnte beginnen. Ja und das tat er auch. Pünktlich um 8:38 ging es los bei gemeldeten 17 Grad. Nein eben nicht. Waren am Vortag noch Wolken und 17 Grad gemeldet, strahlte der Himmel blau und die Sonne machte sich bei etwa 23-25 Grad deutlich bemerkbar. So verliefen die ersten Kilometer sehr anstrengend und zäh. Die Strecke war sehr schön. Immer wieder ging es über geschotterte Wege, kleine Wiesenwege und durch die Ortschaften durch.......aber stetig ansteigend und immer wieder kleine anstrengende Rampen. Und das schon auf den ersten Kilometern. Als ich in Zermatt ankam, war ich schon ziemlich angestrengt. Steffen war ein gutes Stück vor mir. Er hatte ja gerade den KUT 45 mit einer Top Zeit gefinisht und war am DonnersbergTrail über 49km Gesamt 22. geworden. Da machte ich mir also weniger Gedanken. Auf der Uhr hatte ich in Zermatt etwa 600HM hoch und 100HM im Down und ich lief nach Plan schön langsam bei 2:30 ein. Schneller wollte ich nicht laufen, da ich mein Pulver für den Berg aufheben wollte. Vom Jungfrau Marathon wusste ich, dass mir die langen Anstiege mit meinen kurzen, dicken Kreisläuferbeinen entgegen kommen würden. So war es dann auch. Bei km 24 ging es in Zermatt hoch zur Sunnega. Der Anstieg belief sich auf etwa 7km ohne Unterbrechung. Man absolvierte dabei 700Hm und durchbrach die 2000 M ü. NN-Marke. Ca. 1 km vor der Sunnega, also bei km 31 kam ein flacher Bereich, bei dem man wieder etwas laufen konnte. Auch das wusste ich noch von Wengen....“nicht laufen, erst 30-40 Meter auf dem Geraden gehen sonst....:)) Vor mir lief fast alles an und bestimmt 3-4 Läufer hielten nach ein paar Schritten an „Ui Krampf“. Naja mich fragt ja keiner. Von der Sunnega ging es dann auf einem felsigen, schmalen Pfad noch etwas hoch, bevor es dann auf einem wunderschönen Weg (erst Felsen, dann Schotter und dann Wurzelweg im Wald) bis km 39 wunderbar zu laufen war. Ich konnte einige Läufer überholen und war völlig euphorisiert, wie gut es mir ging. Perfekt alles richtig bis hierher. Das schleppende Gefühl vom Tal war weg. Dann kam eine Kurve und dann die Riffealp und auf einmal war das schöne Gefühl weg. Ich wusste vorher, dass die letzten 6km nur noch steil werden würden. Aber was ich nach der Kurve sah, hatte ich so nicht erwartet. Es ging einfach nur nach oben. Und zwar sowas von nach oben, wie ich es noch nie gelaufen bin. Selbst gehenderweise kam ich kaum vorwärts und musste mich immer wieder abstützen. Als ich das erste steile Stück passiert hatte kam ich um eine Kurve und es wurde etwas flacher. Ich konnte den Kopf heben und sah wie die Strecke einen Bogen machte und entlang der Gornergratbahn gefühlt im Himmel verschwand. Vor sich in der Höhe sah man etwa 250 Höhenmeter höher die Station „Riffelberg“ - Das Ziel des Marathons. Ich stand bei dem 40 Kilometer – Schild und war echt beeindruckt. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass 3,6km mit 520 Höhenmeter ein ziemlich schäbiges Upgrade sei und ich verfluchte mich für mein überhebliches Geplapper „Ja komm lass mal Ultra schenken“ Und ich war ja noch nicht mal auf dem Riffelberg, wo die 3,6km Sahnehäubchen erst begannen.

Nach zähem Kampf schaffte ich es bis an die Abzweigung Marathon/Ultra-Marathon 100 Meter vorm Marathon Ziel und bog ins Sahnehäubchen ein. Es fällt mir schwer ab hier das Erlebte zu schreiben...denn ich kann mich nicht mehr wirklich an viel erinnern. Ich weiss nur, dass es stellenweise kein Weg mehr gab und man über kleine Felsen klettern musste und es immer nur hoch hoch hoch und hoch ging. Das ganze die vollen 3,6km. Den Gornergrat mit dem Kulmhotel dabei fast immer im Blick. Ich kann nicht sagen, wie ich es geschafft habe, irgendwann war es halt einfach vorbei. Richtig was gemerkt habe ich eigentlich erst wieder, als ich schon meine Medaille umhängen hatte und in eine ISO-Decke eingewickelt im auf der Terrasse auf 3100 Meter ü. NN stand und den Ausblick auf 27 4000er wahrnahm. Was für ein Gefühl. Ich war schon oft blau und grün und was auch sonst noch für Farben der Sport bietet, aber so etwas habe ich meinem Körper glaube ich noch nie zugemutet. Und trotzdem war es absoluter Fun Faktor. Ich würde es jetzt nicht direkt nochmal machen, auch fällt die Wahl meiner Geschenkempfehlungen das nächste Mal etwas defensiver aus, aber …...Mann was ein Erlebnis. Sollte ich Steffen dazu animieren, einen Bericht zu schreiben, würde der wahrscheinlich genauso ausfallen, nur 54 Minuten kürzer. Das war die Zeit, die er flotter unterwegs war. 30 Davon aufm HM und 24 nochmal am Berg.

 

Keufelskopf Ultra Trail 79 km (Böchie und Jörg)

 

Keufelskopf Marathon Trail 44 km (Rene, Josef, Volker)

 

 

Bericht von Böchie (79km) 

 

Zum 4. mal in Folge nahm ich am KUT in Reichweiler teil. Die Kurzstrecke lief ich 2 mal und gewann tatsächlich auch die AK-Wertung. Beim 44-er im letzten Jahr war ich Dritter. Das das so nicht weitergehen konnte wollte ich mir auf der Langstrecke beweisen. Im Großen und Ganzen wusste ich ja, was auf mich zukommen würde. Mit Lauffreund Jörg Fritsch von den Rokland Runners absolvierte ich die ersten 10km. Karl-Heinz Kloß vom LC Donnersberg, mit dem ich anreiste, war bereits enteilt. Sehr verständlich, wenn es um den Titel des Deutschen Meisters in der AK65 geht. Und wer Karl-Heinz kennt und Rennen mit ihm macht, weiß, das er keine Gefangenen macht, sondern in der Regel "ALL-IN" geht bzw. läuft. Trotzdem machte ich mir Hoffnung, ihn vielleicht doch irgendwann einholen zu können. Und hier tritt eines der Hauptprobleme eines solch langen Laufes zu Tage: Die Kopfarbeit !!! Selbst wenn man darauf vertrauen kann, daß man es wahrscheinlich körperlich schaffen wird, heißt das noch lange nicht, das die Birne auch mitmacht. Nie weiß man wo genau man liegt, oder was noch kommt, oder ob man irgendwann nur noch gehen kann, oder eventuell (wie sehr viel Läufer-auch Karl-Heinz) stürzt, oder kotzt, oder schlicht restlos bedient ist und sich nur noch fragt, ob Eric Türlings sie nicht mehr alle hat, oder vielleicht sogar man selbst.

 

Na jedenfalls sah ich Karl-Heinz an der VP 1 bei 19km gerade weglaufen und konnte somit sicher sein, dass bei uns beiden alles ganz gut lief. Dies war bei mir an VP 2 schon nicht mehr der Fall, denn wie schon am Donnersberg-Trail hatte ich zwischen Km 25 und 35 meinen Tiefpunkt. Ein gediegenes "Runners High" bemächtigte sich meiner und so erfuhr ich an VP 3 bei km 47, das Karl-Heinz hier eben vorbeigerauscht war. Also nichts wie hinterher. Ich wollte ja parat sein, für den Fall, daß er langsamer wird, was ich allerdings tief im Inneren kategorisch ausschloss. Aufgrund der abartigen Streckenführung ist es nie möglich, einen Läufer, der sich weiter als 1 Minute vor einem befindet, jemals zu Gesicht zu bekommen. Mittlerweile fühlt man sich auch sehr einsam, denn Laufgrüppchen sind die absolute Ausnahme. Man ist mit sich und dem Wald weitgehend alleine. Spätestens jetzt kommen die Schmerzen. Bei mir an folgenden Körperteilen: Zehenspitzen-Zehengrundgelenken-Fußgewölben-Achillessehnenansätzen-Kniegelenken-Leisten-Nackenmuskulatur. Ich sage mir, daß ich einen solchen Lauf nie mehr machen will. Wenn es bergauf geht bin ich froh, denn dann kann ich wandern, weil bergab tuts noch viel mehr weh. Und dann wieder der Kopf, der meinen Körper anschreit, damit ich auf der Geraden wieder das Laufen anfange.

 

Dann kommen die letzten 10km die teilweise zu den schlimmsten des ganzen Laufs gehören. An mindestens 3 Stellen sind Seile gespannt, an denen man sich senkrecht zum Berg hinaufziehen muss-anders ist das nicht zu bewältigen. Etliche Anstiege muss ich im Querschritt erklimmen. Noch schlimmer sind die sausteilen Abhänge -teils auf lockerem Geröll- bei denen ich nicht weiß, wie ich sie sturzfrei hinter mich bringen soll. Aber wir sind ja im Wald und es gibt genügend Bremsbäume. Ich schaue schon längst nicht mehr auf die Uhr und hoffe, daß mich die 3. Flasche Cola sicher ins Ziel bringt. Nach kühlem Laufbeginn von ca. 10 Grad, zwischenzeitlichen heftigen Wind, empfängt mich Reichweiler nach 10 Stunden und 2 Minuten bei strahendem Sonnenschein. Im Ziel überreicht mir Eric strahlend die Finisher- Medaille und fragt, wie es war. Ich verkneife mir ihn zu beleidigen und lade ihn zur Strafe zum Donnersbergtrail ein. Er sagt spontan zu- auch wenn er noch mit dem Training erst anfangen muss.

 

Das war der KUT 2019- ich kann keine Trails mehr sehen und komme gerne wieder, wegen der schönen Athmosphäre und der genialen Lyonerpfanne im Ziel.   

 

 

 

 

DOB-Trail -- Einfach nur der Wahnsinn


 

Es ist unmöglich in einem Bericht die Erfahrung vom Donnersberg-Trail zu beschreiben. Man muss es einfach selbst erleben. Für mich ist es mit Abstand der schönste Lauf, den ich kenne. Ich war mit den Rokland Runners nun schon zum dritten Mal am Start. Nach 39km beim ersten Mal 43km beim zweiten Mal und heuer 49km hat der Lauf immer mehr an Klasse gewonnen. Die Streckenführung ist nach dem gestrigen Erlebnis nicht mehr zu toppen. 


 

Wir waren diesmal mit mit einigen Rokland Runner am Start. Boechie, Rene Spintler und ich (Volker) waren zusammen mit meinem Handballerfreund Steffen vom SSV Meisenheim auf der 49km Strecke unterwegs, Karina auf der 23km Strecke. Begleitet wurde unsere Gesellschaft wie im letzten Jahr von Adreas aus Alzey und Christoph ausm Ruhrpott.

Ich gesellte mich zu Rene und den den anderen beiden, da ich wusste, dass Boechie und Steffen deutlich schneller laufen würden. Vom Start an lief es die gewohnte harmlose Einführung über die Anhöhe Richtung Winnweiler bis dann runter zum Walmbacherhof über den Pfälzer Höhenweg. Dann ging es erstmal los. Schmale Wege nach oben, Mountainbike-Sprünge nach unten und dann durch die Falkensteiner Felsen nach oben. Alles sehr rutschig und matschig. Ich musste an die armen 10km Läufer des LaufladenCups denken, die in der Erwartung "mal einen 10er im Wald ballern zu können" sich damit konfrontiert sahen. Naja weiter gehts. Wieder oben angekommen verlief die Strecke wieder Richtung Kupferberghütte, um dann von dort über die tollen Felsenwege bis nach Falkenstein zu gehen. Dort am VP2 (12,5km) merkte ich schon deutlich die Anstrengung. Meine Begleiter waren äußerst gut gelaunt und genossen die Verpflegung und die Geselligkeit an der VP. Ich beschloss meinen Kreislauf auf Touren zu halten, und lief etwas vor. Sie würden mich schon einholen...dachte ich. :).

Von der VP ging es steil berghoch bis oberhalb der Kupferberghütte. Danach 2 km runter bis zur Grubenwelt in Imsbach. Das kam mir sehr gelegen. Ich nahm Tempo raus und regenerierte bergrunter. Die ersten Km waren echt superhart für mich. Von Imsbach ging es den Pfälzer Höhenweg entlang bis zur VP bei km 19 (im Wald kurz vor Steinbach). Hier musste ich schon zum ersten Mal die Wasserblase im Rucksack füllen. Sprich 1,5 Liter waren schon weg. Incl. der Trinkflasche an den VPs also schon 2,5Liter !!!!!

Für mich immer wieder ein hartes Gefühl und ich weiss bis jetzt nicht, wie es dann doch immer wieder geht das abzuschalten. Eigentlich bin ich ja kein Ultraläufer, streng genommen noch nicht mal ein Marathoni. Trotzdem mache ich es einfach. Naja dadurch bin ich es dann doch aber worauf ich hinaus will ist dieses beschriebene Gefühl bei km 19. Du kommst nach 3 Stunden und knapp 800 HM an der VP bei km 19 an und denkst....“Oh scheisse noch 30km laufen. Wie soll das gehen.“ Und komischerweise geht es. Es ist sogar so dass die 2te Hälfte immer deutlich schneller vergeht, obwohl man deutlich länger braucht. Runners High?? Bei den Schmerzen unwahrscheinlich. Wie auch immer zurück zu Km 19. Nach dieser VP ging es Richtung, ich denke es ist der Mithrasfelsen oder so ähnlich. In einem Tal bewegt man sich da zuerst auf einem flachen breiten Weg bevor es den Berg hoch geht. Den flachen breiten Weg bin ich erstmal gegangen. Sowas laufe ich nicht nach 22km. Nicht meine Welt...flacher breiter Weg...völlig fehl am Platz. Den könnt ihr von mir aus noch streichen :)


 

In Gedanken war ich da aber schon bei dem was mir nun bevorstand. Für mich das härteste Stück für Kopf und Körper. Es zieht sich gefühlt ewig über einen schönen schmalen Weg, leicht ansteigend mit immer wiederkehrenden steilen Passagen zum Anstieg auf den Donnersberg. Diese Passage zieht sich ungemein. Dann der Anstieg bei km 30. Brutal, verwinkelt, mit Stufen und extrem steil. Wie lange kann ich gar nicht sagen. Knapp ein Kilometer schätze ich. Oben an einer Grillhütte angekommen wähnt man sich schon in Gipfelnähe. Aber Pustekuchen....ab nach unten am Adlerbogen vorbei weiter runter bis man auf einen schönen Weg kommt der einem über 3-4 km vorbei am „Reißenden Fels“ wieder nach oben führt. Diesmal zum Gipfel. Bei km 38 endlich am höchsten Punkt. Von den anderen hinter mir nichts zu sehen. Warten machte wenig Sinn, da ich wusste, dass sie ganz scharf auf ein Eis vom Kiosk am Turm waren. Meine aktuelle Lage erlaubte es mir , wie die Jahre davor, nicht wirklich an eiskalte Süßspeisen zu denken, also ging die Reise weiter. Ab über den Keltenwall auf einen Trail nach unten. Hier bekam ich die ersten Krämpfe in den Aduktoren und Besuch von hinten. Ein Pärchen mit Hund raste an mir vorbei. Deren Downhill Geschwindigkeit konnte ich nicht mitgehen. Also war ich wieder alleine. Über ein kurzes Stück der Rockie Strecke ging es weiter nach unten. Der Weg war schön breit und gut.....Den könnt ihr gerne lassen.

Bei km 42 dann die letzte VP vor der Krummkehr. Von hinten kamen 4-5 Läufer und ich freute mich auf Gesellschaft. Aber bevor ich startklar war, waren sie weg und deren Tempo war für mich zu schnell. Meine Güte wie machen die das alle bloß. Hinten raus noch so flott laufen zu können. Naja sind halt Ultras oder Marathonis. Wäre eine plausible Erklärung. Also lief ich weiter mein Tempo und nach paar Hundert Metern kam ich an die Krummkehr. Endlich mal wieder berghoch. Das ganze hoch bis zur Burgruine. Von dort weiter bis zum Eisernen Mann. Jetzt kam die letzte Abfahrt bis runter nach Imsbach. Sehr schön zu laufen, aber technisch nicht ohne. Hier stellte sich die erste Freude ein. Was sollte jetzt noch passieren. Mein erster richtiger Ultra schien in Reichweite. Vom Waldparkplatz nur noch das steile Stück hoch. Wie immer, nicht auf direktem Weg sondern nochmal 600 Meter Umweg. Danke LC Donnersberg. Aber dann war es geschafft. Im Ziel in 7:12. Was ein Erlebnis Wahnsinn. Steffen war mit 6:02 schnellster von uns und Böchie mit 6:23 gerade so weit vor mir dass er noch im Zielbereich sichtlich erholt am „chillen“ war.

Die anderen drei kamen mit 8:25 genau 1 Eis später ins Ziel. Jede VP hat ihren Respekt verdient und so haben sie es auch praktiziert. Karina finishte die schweren 23km in 3:48. Auch hierfür Respekt. Also 2020: Wir kommen wieder auch wenn ihr wie jedes Jahr paar Kilometer draufpackt.

 

 

 

 

 

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