LTF ROKland Runners
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Keufelskopf Ultra Trail - Bericht von Rene Spintler

87km 3600 HM- Einer der härtesten Deutschlands

 

 

Gute Freunde kann niemand trennen.....oder doch??? Eine passendere Überschrift für den diesjährigen Keufelskopf kann es wohl kaum geben. Erst am Freitag gegen 17 Uhr habe ich mich entschieden nach Reichweiler zu fahren um mich zum 4. mal dem Keufelskopf Ultratrail hinzugeben und damit bedingungslos der wahnsinnigen Streckenführung auszuliefern. 2013 und 2017 gelang dies bereits erfolgreich und 2015 ausgerechnet im Rahmen der deutschen Meisterschaft im Trailrunning fiel ich der Hitzeschlacht zum Opfer und musste bei km 72 einsteigen ( ins Taxi ) ;-)


Am Vorabend wird im Gemeindehaus ein gemütliches Beisamensein angeboten und
ein Großteil der zahlreichen Vorortübernachter trifft sich zum Nudelessen und
schnacken. Auch die PREhydration darf natürlich nicht zu kurz kommen und zu
meiner Freude war auch schon der ein oder andere Kuchen für Sonntag angeliefert
und wurde gleich auf Bisquit und Sahne kontrolliert.

Josef war auch schon angereist und klärte mich über das Kleingedruckte in der
Ausschreibung auf. Einen Becher hatte ich in der Eile nämlich nicht bewusst
eingepackt und so bot er mir kurzfristig an diesen zur Verfügung zu stellen.
Sonntag früh traf ich noch vor dem Frühstück auf den gut gelaunten Boechie, der am
Morgen schon angereist war, ihn sollte ich heute nur zum Start noch mal kurz sehen.
Beim Frühstück sicherte ich mir neben der nötigen Dosis Kaffee und Nutella noch 2
Käsebrötchen für´s Handgepäck. Da es an den Verpflegungsstellen nur Wasser gibt
müssen die "Energiefresser" hier eine ziemliche Zusatzlast im Rucksack durch die
Botanik schleppen. Der gemeinsame Start für 45 und 85 km erfolgte um 6:00 Uhr
und schon war der erste Freund ( Boechie ) ausser Sichtweite. ER finishte auf einem tollen 21 Platz auf der 45km Strecke. Zusammen mit Josef und unserem Laufbuddie Andreas aus Alzey tuckerten wir auf einer ausgedienten Eisenbahnstrecke über Brücken und durch einen Tunnel bevor der Wald uns zum ersten mal verschluckte. Die beiden Jungs, die normal deutlich schneller unterwegs sein könnten versuchte ich vergebens mehrmals loszuschicken. Offen gestanden war ich aber froh darüber, das sie mir bis km 39 (der Weiche) die treue hielten. Wir hatten  sehr viel Spaß über Stock und Stein zu laufen und an den Seilen durch die Hänge zu robben. Immer näher kamen wir zu der Stelle an der unsere Wege uns trennten und ich habe hier schon von so manchem Abschied nehmen müssen. Gute Freunde kann niemand trennen....doch diese Streckenteilung.

 

 

 

Wir verabschiedeten uns lang und schmerzvoll, noch eine Handvoll Selfies und so
trennten sich die Wege. Die Gute Nachricht für mich war, das wusste ich noch aus
den Vorjahren, das nach 300 m die nächste Verpflegungsstelle wartete. Von nun an
hatte ich nur noch sporadisch den ein oder anderen Läufer als Begleitung und somit
war der Kopf um so mehr gefragt die restlichen knapp 45km zu bewätigen. Da dies
im Moment besser funktioniert als jede Trainingsanstrengung machte ich mir auch
keine Gedanken darüber wenn die Beine mal schwerer wurden. Ein Griff in den gut
gefüllten Rucksack und der Akku war wieder nachgefüllt. Einen netten Gimmik hat
der Streckenchef Eric für die Langstreckler bei ca. Der hälfte mitten im Busch
plaziert. Vier gut gekühlte Kisten Oettinger Stubbi und ein Klappstuhl warten hier
und werden auch sehr gut angenommen. Mit 7-8 Frau und Mann legten wir hier eine
kleine Erholungspause ein und liesen den Stechmücken mal eine realistische Chance
sich in Ruhe das richtige Blut rauszusuchen.
Von der weiteren Strecke zu berichten würde hier jetzt einem Endlosband gleichen
den der gesamte KUT lässt sich wohl mit den Worten.
Wald – Berghoch – Bergab – Wahnsinn zusammenfassen. Allerdings zum 10 jährigen
Jubiläum wurde in einem alten Steinbruch ca 2km vorm Ziel der Jubiläumstrail
hinzugefügt. Ein normaler Mensch käme nie auf den Gedanken sich hier durch das
Unterholz zu schlagen um die Böschungen fast im freien Fall hinunter zu
stürzen....aber sucht man hier nach normalen Menschen ist man eh fehl am Platz.
Das die Dorfjugend hier auf dem Land noch zu feiern weiss, kann man hier auch
Hautnah erleben wenn man kurz vor Schluss die Pfingstparty passiert. Wem es hier
schon nach einem Bier dürstet bekommt unter dem Applaus der kröhlenden Menge
ein kühles Blondes auf die Hand. Ansonsten geht es noch kurz durch den Ort, an der
"Wagenburg" am Sportplatz vorbei und dann noch mal - man ahnt es schon - steil
nach oben Richtung Ziel. Auch hier gilt für mich nicht die Zeit, sondern wie es sich
anfühlt und es fühlte sich geil an. Doch im Gegensatz zu anderen Läufen kommt für
mich hier beim KUT noch ein wichtiger Faktor hinzu. Das für die Ultrafinisher
bereitgestellte Lyonerpfännchen konnte ich nach dem Ziel vor Erschöpfung meistens
nicht mal anschauen. ( im letzten Jahr nahm ich es "to go" mit auf´s Armaturenbrett
in mein Schlafauto und konnte erst gegen 3 Uhr nachts meinen Hunger stillen ).
Nach einem kleinen Löffel zur Probe gab mein Bauchgefühl grünes Licht und es
waren am Schluss sogar noch 2 Stücker Kuchen drin. Zusammengefasst : Ein
perfekter Tag und den KUT kann ich jedem nur ans Herz legen egal auf welcher
Distanz – wer Trail sucht wird hier bestens bedient. Einziger Wermutstropfen für
mich war, das Volker Verletzungsbedingt leider nicht teilnehmen konnte, mit ihm
wäre der Spaßfaktor wahrscheinlich ins Unermessliche gestiegen.
 
 
 
 

 

Wettkampfberichte aus April/Mai 2018

 

Der April war geprägt von vielen langen Läufen die wir Rokland Runner als Vorbereitung oder als first-do absolvierten. Beim Berlin Marathon lief Eva zum ersten mal als Mutter einen Halbmarathon zusammen mit Marc Broede. Beide zeigten sich von der Zuschauermenge und der Größe des Events beeindruckt. Also ein unvergessliches Event in der Heimat von Marc. 

 

Beim Weinstrassen Marathon waren Josef, Boechie und Volker auf der vollen Distanz am Start. Die sehr hügelige Strecke hatte neben den vielen Anstiegen traditionell mal wieder einen richtigen Glutkessel parat. Kein Schatten, kein Wind und satte 22 Grad, liessen den Motor hinten raus richtig hochkochen. Boechie finishte wie gewollt unter 4:00 Std, Josef timte im Wohlfühlmodus das ganze auf 4:30. Volker, der aufgrund eines Hexenschusses erst gar nicht laufen wollte, verpasste sämtliche Ausstiegsmöglichkeiten elegant und parkte im leichten Taumelschritt bei 4:50 ein.

 

Direkt 2 Wochen später legten Josef und Volker beim Globus Marathon mit 3:59 und 4:13 nach. Die flache Strecke liess hier ein viel höhreres Anfangstempo zu, so dass beide ihre Zeiten deutlich verbessern konnten. Boechie, Karina und Jürgen starteten auf der halben Distanz, wobei dies für Jürgen der erste Halbmarathon war. Er finishte mit guten 2:15 und ließ sogar noch einigen Spielraum nach oben offen. Böchie kam locker auf 1:41, ohne dass er sich gross verausgaben musste. Karina war mit ihrer Zeit von knapp über 2:20 nicht ganz so zufrieden, wobei die enorm vielen Kilometer die sie momentan sammelt, natürlich beim Wettkampf ihre Spuren hinterlassen. Aktuell läuft sie ziemlich deutlich an die 40km Marke heran, was ein enormer Quantensprung ist. 

 

Ebenfalls einen Marathon finishte Heike beim Dämmermarathon in Mainz. Damit haben wir eine enorm hohe Quote an Läufern in unserer Truppe, die mind. Halbmarathondistanz stemmen und sehr viele Marathonis.

 

Zwischen den beiden Marathonis ist noch der Moschellauf in Heiligenmoschel zu erwähnen. Ein Lauf mit 250 Startern ohne Zeitmessung. Sehr angenehm. Eva und Sven bewältigten die 12km Strecke. Josef, Böchie, Volker und Erik liefen als 4er Gruppe gemeinsam und entspannt die 18km Runde durch das sehr schöne Gebiet um Heiligenmoschel und Otterberg. Eine echt angenehme Veranstaltung hat der SV Heiligenmoschel da am Laufen.

 

Und weiter geht es mit den langen Dingern. Beim Wandermarathon am Donenrsberg wollten Böchie und Volker noch einen weiteren langen Trainigslauf einbauen. Böchie wollte den vollen Marathon erlaufen und Volker wollte in Rockenhausen aussteigen und dann noch hoch nach Schönborn zum Arbeitseinsatz laufen. Das wären dann auch 29 km gewesen. Bei Imsbach gesellte sich Karl-Heinz Klos vom LC Donnersberg dazu. Es war ein echt entspannter, angenehmer Lauf, so wie er sein sollte. Laufen, lachen, erzählen und die schöne Donnersberg Natur geniessen. 

 

Beim KUT letztlich sind wir nun angelangt. Hier folgt ein eigener Bericht der drei Starter Rene, Josef und Böchie. Volker musste leider verzichten, da er den Wettkampf Pferdehuf --> Asics Kayano deutlich verlor und mit einem gebrochenen Zeh erstmal pausieren muss.

 

 

 

4. ROK-Land Trail am Samstag, 01.09.2018 in Finkenbach-Gersweiler (Start 15:00)

 

6km - 150 HM

17 km - 450 HM

Aktuelle News:

 

 

 

 

Wettkämpfe/Events

Trailrun Rodenbach (Oli)

Berlin Marathon (HM-Eva)

Weinstrassen Marathon (M- Volker, Sven, Böchi)

Keufelskopf Trail (45km Rene, Josef, Böchie, Volker)

Globus Marathon St. Wendel (M- Jörg)

Moschellauf (Heike)

Wandermarathon Steinbach

DOB-Trail

             

 

 

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