LTF ROKland Runners
LTF ROKland Runners
  1. Potzberg-Berglauf – 6. Lauf des Pfälzer Berglaufpokals 2018

 

Mit 3 Rokland Runners machten wir uns mit einem kleinen Trüppchen zum diesjährigen Potzberglauf auf. Das Wetter war diesmal äußerst mild für die Jahreszeit, jedoch war e wie so oft verregnet und diesmal sogar auf der Strecke sehr windig. Fritz-Walter Wetter quasi.

Zu der Strecke gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen, was nicht schon in den gehasst-verdammt-vergöttert Berichten der letzten Jahren geschrieben wurde. Böchie setzte sich mit einer guten 40:35 Zeit weitestgehend gegen seine LC Konkurrenz durch und war damit sehr zufrieden. Zumal es jetzt hinten raus in diesem Jahr bei seinem Pensum doch sehr beachtlich ist, wie er immer noch diese hohe Wettkampfrate abrufen kann. Volker verpasste mit für ihn sehr guten 46:18 (bei diesmal endlich etwas defensiverer Laufweise auf den ersten 6 km) seine Bestzeit von 2010 nur um 13 Sekunden. Oli kam nach 2-monatiger Pause letzte Woche in Rodenbach ja gut in Tritt und absolvierte heuer den Potzberg ohne Risiko mit 50:09 und deutlich Reserven.

 

Was soll man noch sagen: Nichts ausser dem obligatorischen Potzberg, wir lieben dich

 

 

50 km Schwäbisch Alb Marathon am 50. Geburtstag (Jörg Fritsch)

 

 

 

Werde ich schon 50. ? Echt?? Was tun ? Feiern ? Wie immer ? Nein!

 

Also was macht ein ROKland Runner und Laufjunkie an seinem 50 Geburtstag?

 

Laufen statt saufen.

 

Gute Idee dachte ich mir und blätterte den Veranstaltungskalender durch und siehe da am 27.10.2018 fand in Schwäbisch Gmünd der Schwäbisch Alb Ultramarathon über ??? 50 km statt. Perfekt. 50 km am 50. Geburtstag. Dazu noch lockere 1100 Höhenmeter wird schon zu schaffen sein, dachte ich mir.

 

Also Wochenende gebucht. Am 26.10 die Familie eingepackt und ab ging es bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 15 Grad nach Schwäbisch Gmünd wo wir eine sehr schöne Ferienwohnung bezogen. Also ideale Voraussetzungen zum Laufen. Aber so sollte es nicht bleiben. Für den 27.10 waren nur noch höchstens 5 Grad und Regen angesagt und so war es dann auch am Samstag morgen am Start.

 

Naja, da musste ich dann durch. Die Strecke war ein 50 km

 

Rundkurs über die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und

 

Stuifen mit Start und Ziel am historischen Johannisplatz in Schwäbisch Gmünd.

 

Die ersten 3 Kilometer ging es durch Schwäbisch Gmünd danach ab in den Wald. Vom Profil waren die ersten 9 km relativ flach, so dass das Tempo am Anfang recht flott war. Ich hatte mich im Vorfeld nicht wirklich viel auf eine solange Strecke vorbereitet, auch hatte ich mich wenig mit dem Profil und den Besonderheiten der Schwäbisch Alb auseinandergesetzt. Das sollte ich im Verlauf noch merken. Denn nach 9 km begannen die Steigungen und es ging bis Kilometer 42 nur noch Berg hoch und Berg runter, mit teils sehr knackigen Anstiegen und steilen bergab Passagen über matschige Wiesen, kurze Trailpassagen, Wirtschaftswege und Asphalt. Von allem halt ein bisschen. Was doch sehr fordernd und anstrengend war. Das Wetter tat sein übriges dazu den Lauf zu einer großen Herausforderung werden zu lassen. Zu dem Regen und den kühlen Temperaturen gesellte sich auf den Bergen noch ein ordentlicher Wind, was das Laufen nicht angenehmer machte. Auf einer 50 km Strecke hat man eine Menge Zeit zum nachdenken. So fing ich an, mir bei jedem Kilometer Gedanken darüber zu machen, was ich in dem entsprechenden Lebensjahr so alles erlebt hatte. Was dazu führte, dass der Schwäbisch Alb Marathon für mich zu einem hoch emotionalen Erlebnisse wurde bei dem ich viele Höhen und Tiefen durchlief. Was irgendwie auch sehr gut zu meinem Leben passte. Aufgeben und ein DNF war dann schnell keine Option mehr. So war ich dann überglücklich als ich nach 4.47 Std. klatschnass und fertig ins Ziel in Schwäbisch Gmünd einlief. Nach hartem Kampf beim Laufen und im Leben hab ich meine 50 geschafft. Was tun wenn ich 100 werde?

 

Insgesamt ist der Schwäbisch Alb Marathon ein sehr schöner, abwechslungsreicher Landschaftslauf (leider hab ich aufgrund des schlechten Wetters nur wenig davon gesehen) mit einer Top Organisation. An den vielen Verpflegungsstellen mangelte es an nichts und die Helfer waren alle super freundlich. An der Verpflegungsstelle bei km 38 kam ich mit zwei älteren Damen ins Gespräch, welche mir zum Abschluss noch ein Geburtstagsständchen sangen. Es war alles in allem ein gelungener Lauf und Geburtstag.

 

 

Anm.: Jörg mein Freund, es macht mich immer stolz wenn du dich ein Rokland Runner nennst und wir werden nzusammen noch viele Höhen und Tiefen durchlaufen...zwar wie immer zeitversetzt (Was das Alter und die Zeit angeht) und doch bestimmt auch bald mal wieder gemeinsam. Im Februar bin ich 43 also nach deiner Theorie 43 km beim GBU. Naja halbe Runden gibt es net, also werden wir uns da dann gemeinsam wie 50 fühlen :)

 

 

Ein Tag an der frischen Luft- oder 2 Männer mit Palzkind Steffi allein im Wald. (Böchie und Mike)

 

Wie kam es dazu, dass 2 alte Haudegen den Pfalz-Trail laufen wollten? Nun, Mike brauchte noch einen langen Lauf, um im DUV-Cup in die Wertung zu kommen und ich war gerade gut drauf und hatte gemerkt, dass 66km beim HuBuT noch nicht das Ende der Fahnenstange sein mussten. Außerdem hatten wir im heissen Hochsommer so manchen gemeinsamen Trainingslauf nach der Arbeit rausgeschwitzt. Also warteten wir ab, ob wir gesund bleiben würden und meldeten uns erst wenige Tage vorher an.

Am Vorabend des Rennens besuchten wir die obligatorische Pasta- Party, holten unsere Startunterlagen ab und wurden Zeuge, wie uns das langsamste Zapf-Trio der Pfalz zwei Kaltgetränke zubereitete. Womit wir schon bei der Beschreibung der zahlreichen Helfer an der Strecken wären: denen sei ein Riesenlob ausgestellt. Bessere, freundlichere und liebenswertere Personen haben wir im Rahmen eines Wettkampfes noch nie erlebt. Selbst die Ureinwohner in den vereinzelten Dorfpassagen zollten uns Respekt oder feuerten an.

Nun aber zum Lauf an sich und zur Auflösung, was es mit dem Palzkind auf sich hat. Start der ca. 175 Ultra-TrailerInnen war um 6.30h- sprich im Dunkeln. Aber warum eine Lampe mitführen-dachten wir uns- wo doch etliche andere uns den Weg mit ihren Lampen leuchten könnten. Eine richtige Entscheidung für weniger Gewicht bei höherem Risiko, denn auch die ersten Trails konnten mit ein wenig Aufmerksamkeit und etwas Phantasie verletzungsfrei gemeistert werden. Es war kalt, die Sonne ging auf, die Gespräche verstummten so langsam und schon waren 1-2 Stunden Warmlaufen vorüber. Mike entledigte sich bereits seiner Jacke, ich hatte meine warmen Handschuhe noch 2 Stunden später an. Taktisch klug hatten wir die 1. Wasserverpflegungstelle links liegen gelassen und damit gleich mal 10 Plätze gut gemacht. Natürlich war die Platzierung insgesamt sehr nebensächlich, denn wir wollten gemeinsam einen schönen Lauf in wundervoller Natur und ohne Stress erleben. Das Feld war weit auseinander gezogen, aber immer wieder traf man die selben Leute- entweder an den VP oder am Berg oder sonstwo. Und hier kommt Palzkind Steffi ins Spiel. Schon zu Beginn des 2. Drittels der Strecke kristallisierte sich heraus, dass sie die Einzigste war, die eigentlich genau unser Tempo lief. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie immer lief und wir nur auf der Geraden, bergab oder an ultra-leichten Anstiegen. Und so kam es, dass sie wie ein Uhrwerk an jeder Steigung an uns vorbeizog, um sich kurze Zeit später wieder einholen lassen zu müssen. Wir unterhielten uns angeregt, hatten wir doch mit ihr die Siegerin des 1. Pfalztrails im Schlepptau (oder sie uns!??). Den Donnersberglauf und die anderen Bergläufe kennt sie natürlich und finishte in diesem Jahr unseren Donnersberg- Trail als 5. Frau. Sie war auch beim HuBuT und beim SONUT dabei, ist ein Palzkind von Geburt und aus Überzeugung. Sie genießt es wie wir auf den Wegen des Pfälzer Waldes unterwegs zu sein. Und so gipfelte unsere Kurzfreundschaft in einem gemeinsamen Foto, aufgenommen vom Trail- Fotograf auf einem dieser wunderschönen Trails.

In Battenberg hatten wir freie Sicht auf die Rheinebene und die rauchenden Schlote einer bekannten Anilin- und Soda- Fabrik. Grundsätzlich aber waren wir fast immer im Wald. Mal im Kiefer-, mal Keschde- mal Mischwald. Die Strecke war sehr gut ausgeflattert und mit Kreidepfeilen markiert. Dennoch trafen wir den einen oder anderen, der sich trotzdem verlaufen hatten. Der Untergrund war trocken und weich und es gab Teppiche aus Eicheln, Hutzeln, Bucheckern und Keschde. Irgendwann beginnt demzufolge das Spielchen „mit wievielen Steinchen im Schuh können meine Zehen spielen ohne dass es weh tut?“. Man ist ja erstmal geizig mit Schuhentleerungsstopps, aber hintenraus ist ja dann jedes Anhalten willkommen. Beim VP Ungeheuersee stufte ein Helfer Steffi als derzeit drittplatzierte Frau ein. Unsere (Männer)-Platzierung könne er nicht nennen, da er nur bis 10 zählen könne und hielt grinsend seine 10 Pfälzer Worschfinger in die Höhe. Ich entgegnete, dass mir dies für ihn und uns leid täte. Er hob hervor, dass wir am kältesten VP sind, denn sie hatten am Morgen 0 Grad und jetzt wären es gerade mal 6 Grad. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte ich die Handschuhe da noch an. An der VP bei Km 50 standen 6 Laufstunden für uns zu Buche. Für die nächsten 3 Stunden waren wir mit Steffi praktisch allein unterwegs. Nur ein paar Wanderer tauchten hier und da auf. Leider bekam Mike so langsam kleine Probleme hier und da und größere mit dem Oberschenkel. Führte er doch in der internen Sturzwertung klar mit 3,5 zu 0 und hatte einige Blessuren zu verkraften. Aber ein Läufer seines Kalibers gibt nicht auf und so zogen wir wie vereinbart gemeinsam weiter Richtung Ziel. Steffi mussten wir davonziehen lassen, doch welch Überraschung - am letzten VP trafen wir sie völlig genervt und am Ende ihrer Kräfte wieder. Wir wanderten ein paar Km gemeinsam und unsere wohltuende Gesellschaft weckten in ihr die letzten Kräfte, sodass sie noch gut 5 Minuten vor uns ins Ziel kam.

Auch wir waren nach 11h und 19min glücklich und erleichtert im Ziel angekommen, Mike sogar als 3. der AK55.

Das war der erste Trail, bei dem meine Laufschuhe hinterher sauberer waren als vorher. Apropos Laufschuhe: ich habe schon immer geahnt, dass der Hype um Trailschuhe in unseren Breitengraden hoffnungslos fehl am Platze ist. Nach solch einem trockenem Sommer war die Wahl des leichten Asics Trainer DS Straßenschuhs für diese Strecke die absolut richtige Entscheidung. F..k Salomon. Abschließend noch einen Dank an die VP- Besatzungen, die uns vorzüglich versorgten und uns sogar an der SWR1 Hitparade Topp 1000 teilhaben ließen. Pfalztrail- jeder Zeit wieder.

 

 

 

Böchies 33—66—99 Theorie

Das sind nicht die Umfänge meiner Waden—Oberschenkel—Hüfte, sondern die Eckdaten für mich am Sonntag beim 2. HuBuT im Hunsrück.

 

 

Im Einzelnen: 33= Aufstehen um 3.33h und nach Laubach fahren. 66= 66km und 1340Hm in Angriff nehmen. 99= Unter die ersten 100 im Zieleinlauf kommen.

Das Wetter war perfekt (um 7.00 noch), ab 9.00h wurde es richtig warm und drückend. Der Hunsrück hat allerhand Bäume zu bieten, aber trotz Schatten war es eben ein Lauf im Hochsommer. Über 200 Teilnehmer hatten gemeldet, ca. 180 sind gestartet. Der Hunsrücker an sich und der Trailläufer im Besonderen ist eine gesellige Natur und so war die Stimmung am frühen Morgen familiär und herzlich. Ein gut gefüllter HuBuT-Beutel mit allerhand nützlichen Dingen wie Gels, Buff und Flaschenöffner rundeten den guten Eindruck schon vor dem Start ab. Beim obligatorischen Briefing ließ der Veranstalter verlauten, dass sowohl im Frauen-, als auch im Männerbereich die 3 Erstplatzierten des Vorjahres heuer nicht am Start sind. Das ließ mich erstaunlich kalt, denn mit einer erwarteten Zeit um die 8h hätte ich mit dem Ausgang des Rennens wenig zu tun. Wie aber jetzt eine unbekannte Strecke angehen, die gleich mal einen Halbmarathon länger ist als alles bisher von mir Gelaufene??? Nun bin ich ja der ungekrönte König der Renneinteilung und entschied mich deshalb spontan dazu, ohne Kenntnis des Höhenprofils und ohne Uhr zu laufen. Es sollte ja möglichst entspannt bleiben. Und so trotteten wir los und siehe da- die ersten 10 km waren dazu angetan Bestzeit auf dieser Distanz zu laufen. Zwar gab es Trailpfade und Waldwege, aber von Höhenmetern hatte der Veranstalter erst mal abgesehen. Kurz vor der 1. Verpflegungsstelle (im folgenden VP genannt) ging es mal kurz und heftig an Steigeisen und Drahtseilen felsenmäßig bergab, dann schlängelte sich die Strecke an malerischen Bachläufen entlang. Schließlich wird dem Lauf-und Wandertouristen optisch etwas geboten, denn man ist oft auf dem Saar-Hunsrück-Steig unterwegs. Gerade war ich froh mich einer 13-köpfigen Läufergruppe angeschlossen zu haben, als diese am 1.VP unterhalb einer mächtigen Burg aufgrund unterschiedlich langer Nahrungsaufnahme wieder gesprengt wurde. Also alleine weiter was auch dazu führte, dass ich mein eigenes Tempo finden musste. Praktisch wie aus dem Nichts tauchte nach 20km das Highlight der Strecke majestätisch über mir auf: Die Geyerlay- Hängebrücke. Deutschlands schönste und höchste ihrer Art. Also hoch den Berg, denn mittlerweile hatten sich etliche Höhenmeter zum Lauf hinzu gesellt. Wie schon im Briefing angekündigt wies das zuständige Ordnungsamt beim Betreten der Brücke die Läufer zum Gehen an. Ich kann sagen, auch zügiges Gehen bringt eine Hängebrücke ordentlich zum Schwanken. Bald folgte bei Km 30 die VP2. Erschreckenderweise war ich schon so kaputt, das ich zur Cola greifen musste. Am Rande meiner schon etwas getrübten Wahrnehmung bekam ich mit, dass ich ungefähr auf Platz 75 liege. Also war die 99 in Reichweite, vorausgesetzt ich erreiche das Ziel. Und überholt worden bin ich auch schon längere Zeit nicht mehr. Nun muss man leider festhalten, dass die weiteren 36 Km zwar landschaftlich ganz schön sind, aber wenn man unseren Donnersberg-Trail kennt und den Keufelskopf Trail als Inbegriff des Traillaufens, der HuBuT aber mit echten Trails sehr sparsam umgeht. Viele Kilometer auf breiten Wald- Feld- und Wiesenwegen bei dieses hohen Temperatu-ren, riefen bei mir einen Bierdurst galaktischen Ausmaßes hervor. An VP 3 bei Km 48 stiegen einige junge Kerle aus, die sichtlich bedient waren. Bis VP 4 bei Km 56 ging es kontinuierlich bergauf und oft war nur noch Wandern angesagt. Dann wieder Cola, Cola, Cola und so schaffte ich die letzten Km bis ins Ziel tatsächlich wieder laufend. Ergebnis: Platz 54 in 8.13h. Ich konnte stolz sein, setzte mir erneut die zu Beginn erwähnte Krone auf und ließ etliche alc-freie und -haltige Getränke in mich hineinlaufen. Fazit: HuBuT- kann man mal machen- aber warum eigentlich, wenn der Donnersberg vor der Haustür liegt?

Wir sehen uns am 1. September beim Rokland-Trail.

 

 

 

JUNUT, der zweite Anlauf


Zunächst kuzer Blick zurück ins Jahr 2017. Was auch immer mich damals bewegt hat mich für den
239km langen Lauf anzumelden – es hat sich gelohnt, obwohl ich den Lauf 5km vorm Ziel
abgebrochen habe war es eine tolle Erfahrung.
Die Entscheidung 2018 einen neuen Anlauf zu nehmen fiel noch am Abend des DNF. Nein nicht weil ich eine Rechnung offen hatte, sondern weil das ganze Wochenende und drumherum einfach Erlebenswert waren.
Die ein oder andere Lehre konnte ich aus dem Vorjahr ziehen und versuchte dies heuer besser umzusetzen. Eine entspannte Anreise bereits Donnerstag vormittag gehört ebenso dazu wie die gesamte Ausrüstung noch einmal komplett zu überprüfen. Am Abend fand das obligatorische Briefing statt, bei dem noch einmal alle wichtigen Dinge über Strecke, Live Tracker etc. bekannt gegeben wurden. Natürlich gab es auch wieder eine überdurchschnittlich gute Pastaparty und Landestypisch für Bayern konnte dem Reinheitsgebot entsprechend PREhydriert werden.Freitag morgen um 8:00 Uhr starteten wir in Dietfurt an der Altmühl ( die frühe Startgruppe ) miteiner Sollzielzeit von max. 54 Stunden. Die Mädels und Jungs die es etwas flotter mögen starteten erst um 15:00Uhr um in dann max.48 Stunden den kompeltten Jurasteig umrundet zu haben.
Ab hier kann ich mit Uhrzeiten und Laufzeiten nur noch spärlich dienen, da ich seit längerem ohne Uhr unterwegs bin und sämtliche Läufe nur nach Gefühl mache und von VP zu VP denke. Hierzu hatte ich auf dem ersten Abschnitt gleich reichlich Zeit, denn bis zum Marktplatz in Riedenburg war die zweitlängste Distanz zurück zu legen. Besonders hervor zu heben sei, das wir hier auf dem Altmühl Panoramaweg unterwegs waren, der gleich mit dem Jurasteig verläuft und schon fast alleine eine Reise Wert ist. An allen Verpflegungen gibt es an Grundausstattung was das Herz begehrt von Herzhaft bis Deftig sollte hier jeder was zu futtern und zu trinken finden. Bis hier lief es schon mal ganz gut und auch in Kehlheim der Stadt in der die Altmühl in die Donau mündet war die Verfassung noch bestens. Die Donau steht auch am nächsten Verpflegungspunkt im Vordergrund, aber zunächst wird man von der örtlichen Feuerwehr im Gerätehaus empfangen und bestens verpflegt. Die Erinnerungen vom Vorjahr waren, das es hier schon ziemlich dunkel war und
kurz nach unserem eintreffen ein paar Kartons mit Pizza frisch angeliefert wurden. Auch hier fühlte sich das ganze wieder sehr gut an, da es erstens noch relativ hell war und zweites die Pizza nicht mehr in Kartons geliefert wurde, sondern im eigens aufgestellte Pizzaofen just in time zubereitet wurde – Weltklasse. Gut ausgeruht und frisch gestärkt könnte man theoretisch jetzt loslegen wie die Feuerwehr, doch die muss nach wenigen Minuten erst mal ablegen. In kleinen Gruppen wird man hier nämlich mit dem Rettungsboot auf die andere Seite transportiert um dort den Lauf fortzusetzen.
In dieser ersten Nacht ist der nächste Anlaufpunkt ein Naturfreundehaus in Schönhofen, das nach nur knapp 10km erreicht wird. Durch die Dunkelheit und Wegbeschaffenheit kommt einem die Strecke allerdings um ein vielfaches länger vor, wie es hier wohl im hellen Aussieht ? Verwöhnt mit einer kräftigen Suppe mit Einlage und einem Weizensmoothy ging die Reise weiter. Wie alle Helfer des Laufs um die Organisatorenfamillie Börner herum ist auch der Wirt der Klosterwirtschaft Pielenhofen ziemlich hart gesotten, hier die ganze Nacht auszuharren um die
teilweise schon gezeichneten Figuren zu verköstigen. Im Vorjahr machte ich hier meinen ersten Kurzschlaf und haute mich 15 Minute auf die Wirtshausbank, was in diesem Jahr noch nicht nötig war – blieb dann auch mehr Zeit für Speis und Trank. Gut genährt und aufgewärmt fällt es gar nicht leicht wieder raus in die kühle Nacht zu gehen und Richtung Dallackenried zu starten. Die knapp 13km lange Strecke habe ich und weitere Läufer um einige hundert Meter erweitert und wurden durch einen Begleitradfahrer zurück zum richtigen Abzweig geodert.

Mittlerweile war auch der neue Tag angebrochen und das örtliche Feuerwehrhaus kam in Sicht. Angepasst an die Uhrzeit entschied ich mich hier für Kaffee und Kuchen und hielt die Rast ziemlich kurz um nicht zu sehr mit dem dohenden CutOff zu spielen. Genau diese Zeit kam mir auf den folgenden 21km sehr zu gute, denn nur knapp 5km nach der Pause meldete sich mein rechter Fuß und meinte – mit deinem Schuh stimmt irgend etwas nicht. Aus dem nichts hatte sich auf der Innenseite scheinbar eine Naht geöffnet und die verarbeitete Stütze drückte bei jedem Schritt auf den Fuß. Mir blieb nur die Wahldas eh schon langsame Tempo anzupassen und bergab fast im Krichschritt weiterzuwandern. Im zu dieser Zeit noch knapp 15km entfernten Schmidtmühlen wartete zum Glück mein DropBag in dem ich anders meiner üblichen Gewohnheiten ein zweites paar Schuhe deponiert hatte. Diese habe ich erst kurz vor Abfahrt reingepackt, für den Fall das ich durch nasses Gras am letzten Drop Bag Punkt wenigstens noch mal ein Stück trockenen Fußes weiterlaufen kann. Alte Treter aus und erst mal richtig stärken und viel trinken, den es war heiß geworden im laufe des Tages. Das Menü hier ließ auch keine Wünsche offen und sogar eine größere Auswahl Nachtisch war bereit gestellt.

Kurz bevor ich wieder loswollte kam mein Freund Frank in den VP, kurzes abklatschen, ein paar Worte, neue Schuhe an und los ging es in den Backofen Oberpfalz. Zum Glück nur 12 km entfernt, das Sportheim von Hohenburg doch auf dieser relativ kurzen Etappe gingen die Getränkevorräte rasch zu neige und so war ich froh als die Leitplanke in Sicht kam über die jeder klettern musste um runter zum Sportplatz zu gelangen. Hausgemachter Kartoffelbrei ein oder zwei Flaschen keine Ahnung mehr was für ein Bier ( insgesamt war auch viel Alkoholfreies dabei ) und wieder über die Leitplanke auf den Jurasteig.

Auf den nächsten 19km machen sich, so denke ich mir viele Läufer Gedanken wie es weitergeht. Bei km 170 nämlich im Hotel Forsthof kann man schon mal schwach werden auszusteigen. Bis in diesem Jahr konnte man sich hier ohne Probleme für ein Finish auf der
"Kurzstrecke" entscheiden. Für mich war dies weder im letzten Jahr, noch in diesem Jahr eine Option und im nächsten Jahr muss man sich hier auch nicht mehr entscheiden denn zum Glück ( meine Meinung ) wird diese Option gestrichen. Gut stärken, warm anziehen und alleine raus in die Nacht, denn die nächste Gruppe konnte man im Livetracking erst ca.4km vorm VP ausmachen. Das Diözesenjugendhaus in Habsberg wartet nur 10km weiter ebenfalls mit einem herzlichen Empfang und so die Erinnerung von 2017 mit leckeren belegten Broten. Hier betätigte ich mich letztes Jahr als Resteesser, denn mir wurde offenbart das nach mir kein Läufer mehr kommt. In diesem Jahr war dies anders und so hielt ich diese Rast auch kurz und startete zu meinem nächsten Halbmarathon in Richtung Deining. Natürlich auch hier nicht auf Bestzeit unterwegs machte sich die Müdigkeit nun extrem bemerkbar. Nur der inzwischen doch frische Wind und das hohe Gras, in das ich lief wenn ich wieder mal eingeschlafen war hielten meine Lebensgeister wach. Aber genau
diese Momente sind ein klares Zeichen mal einen Powernepp einzulegen und so suchte ich mir eine Parkbank auf einem kleinen Kinderspielplatz aus um 10-15 Minuten die Füße hochzulegen. 
Natürlich hatte ich mir den Wecker gestellt, aber dies war nicht nötig, da die kälte recht schnell in meinen Körper kroch und mich zum weiterlaufen animierte. Gefühlte 10km geht es vor dem Sportheim in Deining durch einen Wiesenpfad. Für hier hatte ich eigentlich die mittlerweile schon lang im Einsatz befindlichen Ersatzschuhe gedacht, denn im Vorjahr war der Frühtau hier teilweise gefroren. Wie zu diesem Zeitpunkt des Laufes zu erwarten war an diesem VP auch nicht mehr der Bär am steppen. Vielleicht ein zwei Läufer schlafend in der Umkleidekabiene und zwei drei im Sportheim beim Kaffeetrinken. Der Kaffee war auch bei mir hier bitter nötig und wurde mir von den beiden fleißigen Helfern genau so wie Nutella und Salamibrot am Tisch serviert. Man kann immer wieder nur dankbar sein das sich Menschen finden, die für uns Tag und Nacht opfern damit es uns bei so einem Lauf gut geht.

Nur nicht so lange aufwärmen, so der Plan und nach 20 Minuten war ich wieder draussen in der kühlen Morgendämmerung. Zunächst durch einen Park mit Holzsteegen, noch etwas durch den Ort und dann wieder in die Natur hinein weiter mit dem nächsten Halbmarathon zum nächsten VP, der Felsenschänke Holnstein. Die Wegführung hatte ich ebenfalls aus dem Vorjahr noch gut in Erinnerung und auch die Tatsache, das der VP Mittags um 12
Uhr seine Pforten offiziell schließt. Man kommt etwas erhöht aus dem Wald und muss zunächst ca 400m Bergab laufen um dann die Verpflegung, die sich auf einem kleinen Berg gegenüber befand zu erreichen. Dieses Detail ist deshalb Interessant, weil ich letztes Jahr hier auf die Uhr sah und es sprichwörtlich 5 vor 12 war. Im für den Zeitpunkt fliegenden Tempo stürzte ich mich den Berg runter und rannte sogar den Gegenanstieg noch hoch, um Punkt Glockenschlag die Schwelle der Gaststube zu überqueren.

Zum Glück war ich dieses Jahr entspannter unterwegs und erreichte den VP mit genügend Zeitpuffer um mich gemütlich für den letzten Streckenabschnitt zu stärken. Die
letzten 15,6 km begannen mit einem ziemlich langen Anstieg der sich über 3-4 km hoch in den Wald schlängelt. Kaum zu glauben aber auch hier bin ich letztes Jahr teilweise noch im Laufschritt unterwegs gewesen um meine Minimalchance zu nutzen noch vor Zielschluss wieder in Dietfurt zu sein. Ob mich diese Kraft damals um den Lohn der vergangenen km gebracht hat mag ich nicht zu beurteilen und es ist mir auch gelinde gesagt egal. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich mit diesem Lauf eine Rechnung offen und das war wahrscheinlich für den Kopf das große plus. Ich kann nur jedem empfehlen auch aus eienm DNF das beste mitzunehmen und nich verbittert an einem Ziel festzuhalten. Immer näher kam ich indess der Stelle wo warum auch immer meine rechte Wade, oder war es die linke ???....immer dicker wurde und innerhalb weniger km mein Tempo auf nahe

null reduzierte. Noch ca 4km ziemlich flach, ein kleiner Hügel und das Ziel wäre erreicht gewesen. Als ich an der Stelle ankam an der ich mich entschied das "Sorgentelefon" anzurufen hielt ich kurz inne. Mein Blick schwenkte nach links ins Tal wo die kleine Schutzhütte steht von der aus ich mich abholen lassen wollte. Die dort anwesenden Wanderer machten mir damals klar, das ich noch einen km weiter muss, bevor man an eine Straße gelangt, wo man mit dem Auto abgeholt werden kann.
Eine halbe Stunde hatte ich damals noch Zeit, heute war es noch deutlich mehr und so machte ich mich auf um diesen Vorsprung nicht zu verschenken. Völlig losgelöst lief ich den Waldweg entlang, so als hätte ich mich gerade zu einem Sonntagsläufchen aufgerafft. Keine Ahnung woher die Kraft und die frische in den Beinen, aber es ging so weiter bis an den Anstieg zum Kreuzberg. Hier ging ich gemütlich hoch und runter um mich für den Zieleinlauf zu schonen, wäre natürlich blöd hier noch mal was zu riskieren. Wieder mit festem Boden unter den Füssen joggte ich die letzten paar hundert Meter zur alten Turnhalle. Das Ziel befindet sich dort im Büro der Rennleitung, welches über ein paar Stufen zu erreichen ist. Ein Teil der Finisher und einige Helfer machten es sich bereits vor der Halle in der Sonne gemütlich und empfingen die "Spätankömmlinge" gebührend.
Aufgeputscht durch den Applaus nahm ich auch die Stufen nach oben im Laufschritt unter die Füsse und Streckte meinen Kopf durch den Türrahmen ( die imaginäre Ziellinie) war nach 52 Stunden und 34 Minuten überglücklich erreicht. Fazit : Der Junut ist und bleibt ein einzigartiger Lauf, den ich wahrscheinlich noch mein Leben lang in sehr positiver Erinnerung behalten werde – und das gilt für beide Ausgaben an denen ich Teilnehmen durfte.

 

Königsberglauf in Hinzweiler

 

6km hoch und 7km bergab, so die die kurze Zusammenfassung dieses Laufes. Hört sich an als wäre der erste Teil der Strecke der schwierigere von beiden. Eigentlich aber nicht ganz richtig.....

 

Mit 4 Rokland Runner (Böchie, Sven, Mucki und Volker) waren wir diesmal am Start. Zu uns gesellten sich noch 3 Mädesl vom SSV Meisenheim und Tobi Kubandt vom SSV Meisenheim. Volker macht wie die letzten Jahren auch die Laufvorbereitung der Handballer-Damen des SSV Meisenheim und so trauten sich ausserhalb der Laufeinheiten noch 3 Stück auf die 13km lange Strecke, die mit 380 Höhenmeter auf den ersten 6 km gar nicht mal so ohne ist. Vom Start weg geht es direkt aus dem Ort heraus erstmal nur berghoch. Und mit nur ist auch wirklich nur gemeint. Bis km 5 ohne Pause dann wird es kurz gerade bevor es den letzten Kilometer wieder nur berghoch geht. Das Ganze ist zwar anstrengend aber für einen geübten Läufer gut zu machen. Rhythmus einstellen, Kopf ausschalten und ab nach oben. Oben angekommen wird das Ganze etwas schwieriger. Es geht zwar ausschließlich bergab....aber mal vorneweg 5 km. Man bekommt auch immer mehr Fahrt und ist genötigt voll Tempo zu gehen.  Nach einer gewissen Zeit merkt man, wie anstrengend das auf einmal für Knie und den ganzn Körper ist. Man rauscht ja mit einer Zeit um die 3:40min/km nach unten. Und immer weiter bis man nach etwa 5km Abfahrt auf einen Wiesenweg kommt, der einem wieder in den Ort und zurück zum Start bringt. Der Königsberglauf ist ein schöner Lauf, der dem Bewegungsapparat zumindest meinem alles abverlangt. In solchen Bergabpassagen muss ich immer wieder an meinen alten 2er Golf denken, wenn er auf der Autobahn bei 170km/h die wildesten Klappergeräusche von sich gegeben hat. :)

 

Nach verhaltenem kontrollierten Begin kam Böchie mit einer Zeit von 1:04 als erster der Rokland Runner ins Ziel.Mit 1:09 folgten zeitgleich Muckie und Volker. Sven lieferte nach langer Zeit ohne Wettkamp und immer wieder notwendigen Laufpausen mit 1:12 einen guten Wiedereinstieg. Da wird das Leistungslevel wie immer bei ihm sehr schnell auf alte Werte kommen. Die SSV Mädels finishten alle unter 1:30. Respekt hierfür.

 

 

 

Wingertslauf in Monzingen (Volker) und Heidenburglauf (Böchie) in Kreimbach-Kaulbach

 

Nach den vielen langen Läufen und dem harten Mai und Juli ging es nun endlich auch mal wieder etwas kürzer zur Sache. Volker lief in Monzingen den Wingertslauf (15,6km) während Böchie sich in Kreimbach Kaulbach auf eine profilierte 10km Strecke begab. 

 

Der Wingertslauf ist in Monzingen am Hang und verläuft dort weitestgehend zwischen den Weinbergen. Charackteristisch für ihn sind wohl drei Faktoren. Er ist tendenziell immer very hot, da er an den anstrengenden Stellen keinen Schatten bietet. Auch sind die 350 Höhenmeter auf der langen Strecke weitestgehend nicht gerade steil, aber trotzdem sehr zehrend, da es ein langer "Anstieg" von etwa 2 km ist, der sich parallel zum Hang über einen trockenen staubigen vom Juli gezeichneten Weg  zieht(gefühlte mediterran, also). Un drittens: der harte schmale Stufenanstieg. Bei km 5,5 etwa läuft man aus einem gechützten Pfad direkt in eine Rampe, die auf etwa 250 Metern über steile Stufen etwa 70-80 Höhenmeter macht.  Bis zum Ziel runter geht es dann bergab. Die lange Strecke besteht aus 2 Runden´, also das ganze nochmal. Bei meinen 2 Starts habe ich bisher jedesmal die erste Runde verhalten geführt, um zu schauen, wie den das allgemeine Befinden so sei. Heute kam mir entgegen, dass mit Tobi Kubandt einer meiner Handballfreunde am Start war, mit dem ich angenehm die ersten 5 km verbringen konnte. Während ich mich dann die Treppen hochquälte konnte er schon ins Ziel cruisen, da er auf der kurzen Strecke unterwegs war. Als ich ihn von oben schon unten auf der Abfahrt sah, war ich schon etwas neidisch. Als ich durchs "Ziel" in meine 2te Runde einbog, noch viel mehr. Naja 15,5 km gehen vorbei, also nix zu jammern, weiterlaufen. In der 2ten Runde konnte ich nicht wirklich drauflegen, da die erste Runde doch schon mehr Kräfte gekostet hat, als erwartertet. hatte.  Aber mit 1:30 Std war ich nur knapp 2 Minuten langsamer als vor 2 Jahren. Also was soll ich sagen. Sehr gute Trainingseinheit und viele nette Gesichter gesehen.

 

In Kreimbach-Kaulbach hatte Böchie ebenso wenig Motivation ans Limit zu gehen, wie meine Wenigkeit in Monzingen. Er lief sehr verhalten und kontrolliert die Steigung hoch. Auf dem Rückweg bescherte ihm der Veranstalter noch 4 km flacher Radweg. Wo andere dann freudestrahlend den Turbo einschalten und sich über die zu erwartende schnelle Zeit freuen, bekommen wir natürlich beim Anblick eines geteerten Radwegs nicht gerade das Runners High.  Böchie finishte mit einer  Zeit um die 50:00 Minuten und war damit zufrieden.  Die ganzen langen schönen Läufe und Wettkampfe im Bereich 40-50km sorgen dafür, dass es vom Kopf her hart ist, sich wieder auf so ne flottere 10 Geschichte umzustellen. Aber der Plan war ja nicht das Ding zu rocken, sondern einfach mal kontrolliert, paar kürzere Kilometer zu sammeln. Witzig ist das dann wenn er mir das so erzählt und ich dann denke...Ja klar 50:00 Minuten auf einen hügeligen 10km Lauf.....hätte ich gerne genauso gemacht :)

 

 

 

 

 

 

 

Von kleinen Zehen, Spinnennetzen, Qualen, kalten Tagen im Juni und VirtuellenVPs. Von einer Passionsfrucht für Passionsfrüchte

Der Donnersbergtrail 2018

 

Eine wohl eher ungewöhnliche Überschrift für den Laufbericht des Donnersbergtrails. Aber das sind so die Dinge, die mir gestern kurz vor 1:00 beim leichten Einschlafen noch durch den Kopf gingen. Die Besonderheit hierbei war, dass ich noch nicht zu Hause war, sondern auf einer Geburtstagsfeier saß und inmitten von bekannten Gesichtern das Gefühl hatte, einfach mal unbemerkt etwas Wegdösen zu können. Was natürlich bei meinen Schülern nicht unbemerkt funktioniert, sollte mir auch nicht gelingen. Aber wie gesagt, dass waren so die Schlagworte in meinen eingetrübten Gedanken.

 

Das Ganze von vorn. Nachdem ich mit dem KUT 45 km eines meiner drei Highlights im Jahr 2018 aufgrund eines gebrochenes Zehs sausen lassen musste, spielte dieser besagte Zeh nun im Vorfeld des Donnersbergtrails in meinen Gedanken natürlich eine größere Rolle, als ich nach außen hin zugeben wollte. Der Bruch war gerade mal 3 Wochen her und wenn ich sagte, man merke nicht mehr so viel war das natürlich schlicht und ergreifend gelogen. Aber das mit den Spinnennetzen auslegen funktioniert nicht nur bei anderen, sondern auch bei mir selbst. Das Netz war ausgelegt und meine Wenigkeit zappelte drin und es wurde kein Rückzieher gemacht. Die 45km mit 1800 Höhenmeter am Donnersberg werden gelaufen, egal was kommt. Im Netz zappelten wieder 2 weitere Handballer, die ich kurzerhand am Vorabend noch reinlocken konnte. Die kennen mich natürlich nun schon länger und ließen sich von mir die 18km Strecke nicht „leicht und schön“ reden, sodass sie auf der 10km starteten. Ebenfalls am Start war mit Steffen ein weiterer Weggefährte aus aus meinen Handballzeiten beim SSV Meisenheim. Das kann man aber nicht zappeln im Spinnennetz nennen, da hier klar war...er wird das Ding rocken.

 

Der Anfang ist schnell erzählt...Treffen, Shake Hands, Jammern, das Trainigsprogramm der letzten Wochen verschweigen usw. Das Übliche halt. Nach der sehr charmanten Ansprache von Karl-Heinz Klos ging es auf die Strecke. Alles in allem ein sehr bunter Haufen. Für einen Moment dachte ich schon Spiderman würde mitlaufen, aber ich habe wohl den neuesten Modetrend in Blau Rot verpasst. Eingereiht ging es in humanen Tempo oberhalb von Imsbach in den Wald. Die 30er und 45er Strecke startete gemeinsam, die 10er und 18er eine Stunde später. Schon nach 2km befanden wir uns im Gebiet des Pfälzer Höhenwegs, dann ab runter zur Falkensteiner Strasse und die Felsen hoch - Wahnsinns Gefühl. Das Staunen der ortsfremden war immer wieder in ungläubigen Ausdrücken zu hören. Um mich herum, liefen wie verabredet Rene, Böchie, Josef und Steffen - Oli (auf der 30km unterwegs) ebenfalls in Sichtweite. In wechselnden Kleingruppen passierten wir die Grubenpfade um Imsbach. Kleine schmale Trails, nie gerade immer bergauf oder bergab mit tollen Ausblicken in die Ferne. Bei km 9 liefen wir unterhalb der Kupferberghütte vorbei, unserem späteren Zielpunkt. Es war schon ein komisches Gefühl zu sehen, dass die 10km Strecke hier abbiegen darf, bzw. muss....Es wollte ja keiner von uns abbiegen. Dann wäre es nicht komplett gewesen. In jeglicher Form, also weiter geht’s. Bis km 16 verlief die Strecke ähnlich wie die ersten 9km, ohne, dass man etwas doppelt sah oder sich irgendetwas abstumpfte. Wenn überhaupt dann die Höhenmeter. Die Uhr sammelte sie mit einer monotonen Genauigkeit, so als würde sich der erste genauso anfühlen, wie der 500ste. Macht er natürlich net, aber dazu später mehr.

 

Bei km 16 das gleiche Bild: „Ah hier biegen später die 18er ab...Ne kein Bock, alles gut weiter gehts“ Unsere Gruppe war immer noch die gleiche, das Feld war deutlich auseinandergerupft. Es ging nun Richtung Dannenfels. Immer mal wieder dem Höhenweg folgend aber meistens irgend einen neu geschaffenen Trail den Hang hoch bzw. auf der anderen Seite wieder runter. Nun machte sich bei mir zum ersten Mal der Oberschenkel und die Wade bemerkbar. Beides an dem Bein mit dem Zeh. Also bestimmt etwas viel Schonhaltung. An der VP bei km 22 beschlossen Böchie und Steffen weiter zu rennen. Josef, Rene und ich machten das, was man an so einer VP natürlich auch noch machen kann. Haribo essen, Selfies schiessen, erzählen, Trinken und den Helfern dort das Gefühl geben, als würden sie uns nicht mehr los werden.

 

Mittlerweile sah ich auch, dass zu unserer Gruppe 2 weitere Läufer gehörten, die Rene kannte. Andi aus Alzey und Christoph aus Köln. Beides Marathon und Ultra Trailer. Damit machten wir uns dann doch weiter und liefen bis Dannenfels zum Anstieg auf den Donnersberg. Mein Oberschenkel und die Wade waren deutlich besser, nachdem ich mir unterwegs meine 600ml Iso-Geheimrezeptur in 5 Minuten komplett eingeflößt hatte. Vom letzten Jahr wusste ich dass wir die Höhenmeter 2x laufen müssen. In insgesamt 6km schickte dich der Veranstalter über einen endlos langen, mit Treppen versetzten Anstieg bis fast hoch zum Gipfel, um uns dann wieder fast komplett nach unten zu jagen, damit wir nochmal hoch mussten. Die Strecke war in diesem Jahr etwas anders gewählt und wir passierten den Adlerbogen nicht im Aufstieg, sondern im Abstieg. Vorher sollte ich jedoch noch eine kleine Überraschung erleben. Sehnsüchtig wartete ich auf den VP nach dem ersten Aufstieg. Es war aber kein Mensch zu sehen. „Schade“ trifft es nicht ganz, aber naja wir legten einfach einen virtuellen VP ein und rasteten 5 Minuten bevor es weiter ging. Der VP war 1 km weiter unten am Adlerbogen. Also haben wir gerade noch mal 5 Minuten gerastet . Mann war das wertvoll. :)

 

Bei km 32 waren wir endlich oben am Turm auf dem Gipfel, und auch hier war natürlich kein VP. Aber Rene ist ja erfinderisch. Er spendierte der Gruppe am Kiosk am Turm ein Eis am Stiel. Für mich nicht ...Danke. So freaky bin ich dann doch (noch) nicht. Ich widmete mich meiner Verfassung und fand, dass dieser Junitag trotz Sonnenschein extrem kalt war, weil irgendwie hatte ich leichten Schüttelfrost. Der Juni ist einfach ein undankbares Ding. Das ganze kam mir komisch vor – Juni, blauer Himmel, Sonne, Schweiss und Schüttelfrost. Ich beschloss besser mal weiter zu laufen, die anderen würden mich schon einholen. Josef lief mir hinterher, die anderen genossen ihr Eis, dann den Königstuhl, die Aussicht usw. usw.. Bestimmt sind sie irgendwann dann auch mal wieder weiter gelaufen. Mir auf jeden Fall tat es gut. Im Trail-Abgang vom Gipfel hatte ich auf einmal wieder warm, ich war nicht alleine und Josef und ich hatten tierischen Spass. Bei km 36 etwa kamen wir an den Fressplatz und von dort ging es das abschüssige Stück des Rockie Mountain Laufes verkehrt rum hoch. Das bin ich noch nie gelaufen, also gehen angesagt. Mittlerweile waren wir in netter Gesellschaft von einem Ehepaar vom Hartfüsslertrail e.v. Die Kilometer 36 bis 41 sind immer wieder ein Feuerwerk und liefen ohne Probleme. In Kürze war das Burgruine Hohenfels, Eiserner Mann, dann den Downhill über Beutelfels, Rote Halde bis ins Langenthal. Mann wie geil.

 

Mittlerweile haben Rene und die anderen beiden aufgeschlossen und der Anstieg zur Kupferberghütte (Danke Karl-Heinz und Uwe, das war nicht der kürzeste Weg dorthin), war zwar nochmal hart, aber scheitern nach 6:26 Std. Laufzeit so kurz vorm Ziel ….Never.

 

Was soll ich sagen: grandioses Erlebnis mit Freunden auf einer geilen Strecke und dazu noch viele nette neue Leute kennen gelernt. Fehlt was: Ah die Passionsfrucht. Ach so ja. Als ich mich im Mai mit einer Arbeitskollegin unterhielt, was wir so laufen, sagte sie schmunzelnd : Thats passion. Nun, als ich so an der Kupferperghütte saß und an mir herunterblickte stellte ich fest das das Ganze aufgrund der 5 Liter Flüssigkeit, einer Weinschorle einem halben alkoholfreien Weizen und einer Käsewurst eher etwas von einer Passionsfrucht hatte.

 

Ich freue mich auf jeden Fall aufs nxte Jahr. Danke an den LC Donnersberg

 

 

 

Keufelskopf Ultra Trail - Bericht von Rene Spintler

87km 3600 HM- Einer der härtesten Deutschlands

 

 

Gute Freunde kann niemand trennen.....oder doch??? Eine passendere Überschrift für den diesjährigen Keufelskopf kann es wohl kaum geben. Erst am Freitag gegen 17 Uhr habe ich mich entschieden nach Reichweiler zu fahren um mich zum 4. mal dem Keufelskopf Ultratrail hinzugeben und damit bedingungslos der wahnsinnigen Streckenführung auszuliefern. 2013 und 2017 gelang dies bereits erfolgreich und 2015 ausgerechnet im Rahmen der deutschen Meisterschaft im Trailrunning fiel ich der Hitzeschlacht zum Opfer und musste bei km 72 einsteigen ( ins Taxi ) ;-)


Am Vorabend wird im Gemeindehaus ein gemütliches Beisamensein angeboten und
ein Großteil der zahlreichen Vorortübernachter trifft sich zum Nudelessen und
schnacken. Auch die PREhydration darf natürlich nicht zu kurz kommen und zu
meiner Freude war auch schon der ein oder andere Kuchen für Sonntag angeliefert
und wurde gleich auf Bisquit und Sahne kontrolliert.

Josef war auch schon angereist und klärte mich über das Kleingedruckte in der
Ausschreibung auf. Einen Becher hatte ich in der Eile nämlich nicht bewusst
eingepackt und so bot er mir kurzfristig an diesen zur Verfügung zu stellen.
Sonntag früh traf ich noch vor dem Frühstück auf den gut gelaunten Boechie, der am
Morgen schon angereist war, ihn sollte ich heute nur zum Start noch mal kurz sehen.
Beim Frühstück sicherte ich mir neben der nötigen Dosis Kaffee und Nutella noch 2
Käsebrötchen für´s Handgepäck. Da es an den Verpflegungsstellen nur Wasser gibt
müssen die "Energiefresser" hier eine ziemliche Zusatzlast im Rucksack durch die
Botanik schleppen. Der gemeinsame Start für 45 und 85 km erfolgte um 6:00 Uhr
und schon war der erste Freund ( Boechie ) ausser Sichtweite. ER finishte auf einem tollen 21 Platz auf der 45km Strecke. Zusammen mit Josef und unserem Laufbuddie Andreas aus Alzey tuckerten wir auf einer ausgedienten Eisenbahnstrecke über Brücken und durch einen Tunnel bevor der Wald uns zum ersten mal verschluckte. Die beiden Jungs, die normal deutlich schneller unterwegs sein könnten versuchte ich vergebens mehrmals loszuschicken. Offen gestanden war ich aber froh darüber, das sie mir bis km 39 (der Weiche) die treue hielten. Wir hatten  sehr viel Spaß über Stock und Stein zu laufen und an den Seilen durch die Hänge zu robben. Immer näher kamen wir zu der Stelle an der unsere Wege uns trennten und ich habe hier schon von so manchem Abschied nehmen müssen. Gute Freunde kann niemand trennen....doch diese Streckenteilung.

 

 

 

Wir verabschiedeten uns lang und schmerzvoll, noch eine Handvoll Selfies und so
trennten sich die Wege. Die Gute Nachricht für mich war, das wusste ich noch aus
den Vorjahren, das nach 300 m die nächste Verpflegungsstelle wartete. Von nun an
hatte ich nur noch sporadisch den ein oder anderen Läufer als Begleitung und somit
war der Kopf um so mehr gefragt die restlichen knapp 45km zu bewätigen. Da dies
im Moment besser funktioniert als jede Trainingsanstrengung machte ich mir auch
keine Gedanken darüber wenn die Beine mal schwerer wurden. Ein Griff in den gut
gefüllten Rucksack und der Akku war wieder nachgefüllt. Einen netten Gimmik hat
der Streckenchef Eric für die Langstreckler bei ca. Der hälfte mitten im Busch
plaziert. Vier gut gekühlte Kisten Oettinger Stubbi und ein Klappstuhl warten hier
und werden auch sehr gut angenommen. Mit 7-8 Frau und Mann legten wir hier eine
kleine Erholungspause ein und liesen den Stechmücken mal eine realistische Chance
sich in Ruhe das richtige Blut rauszusuchen.
Von der weiteren Strecke zu berichten würde hier jetzt einem Endlosband gleichen
den der gesamte KUT lässt sich wohl mit den Worten.
Wald – Berghoch – Bergab – Wahnsinn zusammenfassen. Allerdings zum 10 jährigen
Jubiläum wurde in einem alten Steinbruch ca 2km vorm Ziel der Jubiläumstrail
hinzugefügt. Ein normaler Mensch käme nie auf den Gedanken sich hier durch das
Unterholz zu schlagen um die Böschungen fast im freien Fall hinunter zu
stürzen....aber sucht man hier nach normalen Menschen ist man eh fehl am Platz.
Das die Dorfjugend hier auf dem Land noch zu feiern weiss, kann man hier auch
Hautnah erleben wenn man kurz vor Schluss die Pfingstparty passiert. Wem es hier
schon nach einem Bier dürstet bekommt unter dem Applaus der kröhlenden Menge
ein kühles Blondes auf die Hand. Ansonsten geht es noch kurz durch den Ort, an der
"Wagenburg" am Sportplatz vorbei und dann noch mal - man ahnt es schon - steil
nach oben Richtung Ziel. Auch hier gilt für mich nicht die Zeit, sondern wie es sich
anfühlt und es fühlte sich geil an. Doch im Gegensatz zu anderen Läufen kommt für
mich hier beim KUT noch ein wichtiger Faktor hinzu. Das für die Ultrafinisher
bereitgestellte Lyonerpfännchen konnte ich nach dem Ziel vor Erschöpfung meistens
nicht mal anschauen. ( im letzten Jahr nahm ich es "to go" mit auf´s Armaturenbrett
in mein Schlafauto und konnte erst gegen 3 Uhr nachts meinen Hunger stillen ).
Nach einem kleinen Löffel zur Probe gab mein Bauchgefühl grünes Licht und es
waren am Schluss sogar noch 2 Stücker Kuchen drin. Zusammengefasst : Ein
perfekter Tag und den KUT kann ich jedem nur ans Herz legen egal auf welcher
Distanz – wer Trail sucht wird hier bestens bedient. Einziger Wermutstropfen für
mich war, das Volker Verletzungsbedingt leider nicht teilnehmen konnte, mit ihm
wäre der Spaßfaktor wahrscheinlich ins Unermessliche gestiegen.
 
 
 
 

 

Wettkampfberichte aus April/Mai 2018

 

Der April war geprägt von vielen langen Läufen die wir Rokland Runner als Vorbereitung oder als first-do absolvierten. Beim Berlin Marathon lief Eva zum ersten mal als Mutter einen Halbmarathon zusammen mit Marc Broede. Beide zeigten sich von der Zuschauermenge und der Größe des Events beeindruckt. Also ein unvergessliches Event in der Heimat von Marc. 

 

Beim Weinstrassen Marathon waren Josef, Boechie und Volker auf der vollen Distanz am Start. Die sehr hügelige Strecke hatte neben den vielen Anstiegen traditionell mal wieder einen richtigen Glutkessel parat. Kein Schatten, kein Wind und satte 22 Grad, liessen den Motor hinten raus richtig hochkochen. Boechie finishte wie gewollt unter 4:00 Std, Josef timte im Wohlfühlmodus das ganze auf 4:30. Volker, der aufgrund eines Hexenschusses erst gar nicht laufen wollte, verpasste sämtliche Ausstiegsmöglichkeiten elegant und parkte im leichten Taumelschritt bei 4:50 ein.

 

Direkt 2 Wochen später legten Josef und Volker beim Globus Marathon mit 3:59 und 4:13 nach. Die flache Strecke liess hier ein viel höhreres Anfangstempo zu, so dass beide ihre Zeiten deutlich verbessern konnten. Boechie, Karina und Jürgen starteten auf der halben Distanz, wobei dies für Jürgen der erste Halbmarathon war. Er finishte mit guten 2:15 und ließ sogar noch einigen Spielraum nach oben offen. Böchie kam locker auf 1:41, ohne dass er sich gross verausgaben musste. Karina war mit ihrer Zeit von knapp über 2:20 nicht ganz so zufrieden, wobei die enorm vielen Kilometer die sie momentan sammelt, natürlich beim Wettkampf ihre Spuren hinterlassen. Aktuell läuft sie ziemlich deutlich an die 40km Marke heran, was ein enormer Quantensprung ist. 

 

Ebenfalls einen Marathon finishte Heike beim Dämmermarathon in Mainz. Damit haben wir eine enorm hohe Quote an Läufern in unserer Truppe, die mind. Halbmarathondistanz stemmen und sehr viele Marathonis.

 

Zwischen den beiden Marathonis ist noch der Moschellauf in Heiligenmoschel zu erwähnen. Ein Lauf mit 250 Startern ohne Zeitmessung. Sehr angenehm. Eva und Sven bewältigten die 12km Strecke. Josef, Böchie, Volker und Erik liefen als 4er Gruppe gemeinsam und entspannt die 18km Runde durch das sehr schöne Gebiet um Heiligenmoschel und Otterberg. Eine echt angenehme Veranstaltung hat der SV Heiligenmoschel da am Laufen.

 

Und weiter geht es mit den langen Dingern. Beim Wandermarathon am Donenrsberg wollten Böchie und Volker noch einen weiteren langen Trainigslauf einbauen. Böchie wollte den vollen Marathon erlaufen und Volker wollte in Rockenhausen aussteigen und dann noch hoch nach Schönborn zum Arbeitseinsatz laufen. Das wären dann auch 29 km gewesen. Bei Imsbach gesellte sich Karl-Heinz Klos vom LC Donnersberg dazu. Es war ein echt entspannter, angenehmer Lauf, so wie er sein sollte. Laufen, lachen, erzählen und die schöne Donnersberg Natur geniessen. 

 

Beim KUT letztlich sind wir nun angelangt. Hier folgt ein eigener Bericht der drei Starter Rene, Josef und Böchie. Volker musste leider verzichten, da er den Wettkampf Pferdehuf --> Asics Kayano deutlich verlor und mit einem gebrochenen Zeh erstmal pausieren muss.

 

 

 

Den Bärenpfad endlich entzaubert (Rene)
 
 
 
 
 
 
 
Spontane Entscheidungen sind doch oft die besten und so machte ich mich am " Tag
der Arbeit " auf den Weg ins beschauliche Hoppstätten Weiersbach zum Bärenfels
Mai Trail. Als ROKland Runner hier zu starten war noch mal ein Stückchen mehr
Motivation bei 4°C in kurzen Hosen unter einer zugigen Autobahnbrücke mit 41
Mitstreitern dem Start entgegen zubibbern.
Am 1 Mai 2012 begann hier für mich das "Schicksal" seinen lauf zu nehmen. Erster
Ultra und gleich richtig eingegangen. Das Profil auf dem 4 Runden Kurs verzeiht
nichts.
Besonders in der letzten Runde wird hier jeder Anstieg steiler und jedes fluchen
lauter. Wer hier denkt 4 Runden durch den Wald seien langweilig, der wird bei den
"Bären – Feller´s " eines besseren belehrt. Der Kurs wird fast jedes mal geändert und
über die Streckenlänge darf wild spekuliert werden. In diesem Jahr waren 12,3km
angegeben, was wohl auch ziemlich gepasst hat, genau wie meine Tagesform.
Auf der ersten Schleife habe ich mir angewöhnt die Strecke erst mal neu
kennenzulernen und dabei warmlaufen. Das ging so gut, das in Runde zwei kaum
spürbare Verluste zu verzeichnen waren. Spürbar deshalb weil " ich abe gar keine
Uhr" und lauf seit längerem sowieso nur noch Erlebniss und nicht mehr
Ergebnissorientiert. Erst gegen Ende von Runde 3 machten sich die Beine in Form
von leichten krämpfen doch bemerkbar, ob es daran liegt das ich im April überhaupt
nur einmal laufen war sei mal dahingestellt ;-)
Beim Start/Ziel VP stand sie dann da – eine Schüssel salziger leicht angebratener
Kartoffeln. Die schickte echt der Himmel und ich hab immer noch ein schlechtes
Gewissen, das ich mehr als 1,2,3 Stücke genommen habe, ohne an die nachfolgenden
Sportfreunde zu denken. Die kurze Pause tat auch den Beinen sehr gut und die
Krämpfe waren weg. Also nur noch die 2 steilen Anstiege konzentriert hoch gehen
und den Rest Rollen lassen. Im Teilnehmerfeld war man sich einig, das in diesem
Jahr die Strecke sehr fluffig zu laufen war, wenn man die beiden Steilwände hinter
sich hatte. Der letzte VP 4km vorm Ziel kam in Sicht und ich beschloss bergab nicht
anzuhalten sondern mich im vorbeilaufen zu bedanken und zu verabschieden. Doch
hektisches Winken und rufen lies mich dann doch kehrt machen und ich fragte, was
denn eigentlich los sei. Hier liegt was für dich, reserviert von Thorsten mit der
Aussage – der Rene ist die bestimmt ! .....und schon hatte ich die Bratwurst im
Brötchen in der Hand :-) - WELTKLASSE
Brav bedankte ich mich und trottete kauend und zufrieden Richtung Ziel.
Zufrieden auch deshalb, weil ich wohl zum ersten mal am Bärenfels ( und ich war
hier schon einige male ) nicht als häufchen Elend, sonder glücklich und noch relativ
fit dem Zielbären in die Arme lief. Das die Zielzeit gefühlt nahe der 6 Stunden Marke
lag dachte ich mir, was die Ergebnisliste am Montag dann auch bestätigte. Mit einer
5:46,27 hatte ich allerdings keinesfalls gerechnet.
 
 
 
 
 

Rockie Mountain Lauf (ROK-Donnersberg) am 24.03.2018

 

13km mit 560 Höhenmeter. Ein toller Lauf. Dass muss man einfach nochmal sagen. Der Rockie Mountain Lauf hat seinen eigenen Reiz- vor allem für uns. Er ist natürlich a) voll im Rokland b) geht er steil und c) hat er einen relativ geringen Asphaltanteil. 3 Faktoren, die einem dazu bringen, diesen Lauf zu mögen. Zumindest in der Zeit von Mitte April bis Mitte März. Die Zeit des Mögens beginnt mit dem Moment, da man oben den Königsstuhl passiert und nur noch etwa 700 Meter flach ins Ziel hat und endet mit dem ersten Mal im neuen Jahr wenn man denkt...Oh bald ist Rockie. 

Zwischen dieser "Ich mag den Rockie"-Phase befindet man sich in einer Denkphase bei der man merkt, dass die guten Vorsätze vom letzten Jahr ("fürs nxte Jahr trainiere ich die langen Anstiege und mach Intervall") irgendwie vergessen wurden. Was bei einem Berglauf über 7-8km kompensierbar erscheint, wirkt bei 13 km dann doch etwas ernüchternd. Naja es gibt ja noch 2 andere Faktoren (a und c). Also 2:1 fürden Rockie und am Tag des Startes heisst es dann wieder "nix wie enuffer" und für die meisten von uns auch "nix wie enunner".

 

Zu Buche stehen dann je nach Wahl des Rückweges 26-28km, sofern man keine auf Schnappsidee kommt den 7-Ohren Weg zu laufen. Damit erfüllt man dasWettkampfsoll und erweitert das Ganze noch um wertvolle Kilometer. Aber zurück zum Lauf. Das Wetter war top, die Strecke bisweilen sehr schlammig und damit anstrengend zu laufen. Aber ihr wisst ja Rokland Runner und Schlamm...... Ich denke Stefan Hinze hat das beim Start eher für die Nicht-Rokland Runner erwähnt. 

 

In Rockenhausen verläuft die Strecke über den Hintersteinerhof Richtung Falkenstein. Dabei haben die ersten 5 km schon einiges an Höhenmeter zu bieten. km 1 : Piano km 2: geht los km 3 und km 4: mittendrin und km5: "Scheiss Feriengebiet oder hat das gerade irgendwas mit Erholung zu tun hier". 

 

Ab Falkenstein verlässt man den Rockenhausener Stadtwald und läuft ins DOB-Gebiet. Verpflegungsstelle. 

Aus meiner Sicht läuft alles gut soweit. Die erste Hürde nach Falkenstein ist geschafft. Die Läufer, deren Zeiten ich anstrebe, sind in Blickweite. Also langsam aber sicher kann ich das Bestreben Bestzeit (1:18:15) zu laufen, ernsthaft anstreben. Es fühlt sich noch nicht so an, als müsste ich Tempo rausnehmen. Ausserdem was soll passieren. Meine Baywatch Nixe Rene Spintler läuft hintendran. Wäre nicht das erste Mal das er mich a la David Hasselhof aufsammelt. auf dem geraden Stück bis zur Kronbuche macht Frank Huy aus Dannenfels, der neben mir läuft, ordentlich Tempo. Eigentlich die ganze Zeit schon. Keine Ahnung was er vorhat aber ich bin dabei. Bis zum Grohen Rondel haben wir ein paar Läufer eingesammelt, hinter uns ein paar abgehängt. Bei mir läuft es nach wie vor gut. Oben habe ich gerade noch Böchie und Josef in die Bergabpassage verschwinden sehen. Abstand etwa 45 Sekunden. Läuft also wirklich gut. Mittlerweile bin ich aus der Kleingruppe raus, da ich mich am Grohen Rondell etwas absetzen kann. Direkt hinter mir läuft nur ein Läufer der United Runners of Pfalz. Der nxte Kilometer von 8,5 bis 9,5 geht bergab. Wir beide laufen relativ flott runter. Nun wird es sich entscheiden, ob es nicht zu viel war für die lange Bergaufpassage. Die ersten 600 Meter Steigung gehen überraschend gut, dann wirds zäh. Der Vereinigte Pfälzer zieht vorbei und kann einige Läufer einsammeln. Ich nicht. Der Kopf fängt an zu denken und es wird direkt hart. Trotzdem kann ich das Tempo halten. Der Rhythmus stimmt und ich komme in Richtung Bestzeit an den Anstieg zum  Keltenwall. Ja ist nicht falsch geschrieben...Ein Anstieg im Anstieg. Es wird hier nochmal steiler bis zum Königsstuhl. Ich gehe, wie jedes Jahr. Sind nur paar Meter und man verliert kaum Zeit aber für den Kopf ist es gut. Oben Steht Sven und feuert uns an. Königsstuhl auf die flache Passage und was passiert im Kopf "Hej Rockie ich mag dich". 700 Meter 1:15:51 Bestzeit.

 

Für Josef stand ebenfalls eine Bestzeit zu Buche. Er landete bei tollen 1:12:42. Böchie kam relativ direkt dahinter in 1:13:34. Erik plazierte sich mit sehr guten 1:04:21 auf dem 20.Platz. Rene Spintler bei seinem 2ten Lauf für die Runners erreiche in 1:21 das Ziel, Oli in 1:16 und Karina in 1:39. Für Erik bedeuteten die 1:04 nicht nur Platz 20 im Gesamtranking sondern auch den 3. Platz in der M30. Ein Dank auch nochmal an das Team um Dr. Stefan Hinze, die diesen Lauf nun schon zum 9 mal anbieten konnten.

 

 

 

 

Nannstein Berglauf in Landstuhl

 

Gesagt getan ... Attacke. mit 5 Rokland Runner waren wir beim 2. Lauf der Serie am Start. Böchie, Volker, Karina, Heike und Jürgen standen am Start. Die Strecke besitzt 2 Anstiege, der Rest ist eher wellig und daher aber sehr abwechslungsreich und flott zu laufen. Also kam das dem Vorhaben voll Stoff zu laufen natürlich noch entgegen. Muss man beim Donnersberg eher respektvoll, taktisch klug und die Signale des Körpers beachtend, laufen, kann man hier einfach den IQ.Wert auf Position Aus stellen und losrennen.

Daher gibt es jetzt auch gar nicht so viel dazu zu sagen wie die blanken Zeiten. Böchie machte aufgrund seiner gerade überstandenen Influenza etwas langsamer und kam in 36:36 auf der Burg an. Das ermöglichte es Volker im Fahrwasser von Böchie einfach hinterherzuhecheln, was ihm eine Zeit von 36:38 einbrachte und von den Gesamtpunkten gesehen mit 185 Punkten für die Cup-Wertung ein etwa 30 Punkte besseres Ergebnis als sonst einbrachte. Da war wohl im Hirn nicht viel los auf der Strecke. 

Heike schoss aber diesmal den Vogel ab. Mental defensiv eingestellt offensiv laufen. Einwandfreie Kombi. Nach ihrem sehr zehrenden Trainingslager in der Karibik überwand sie auf der Strecke sämtliche Kater (ob muskulär oder sonstige) und rauschte in der W45 aufs Treppchen. Zu Buche stand der 2. Platz in einer Top Zeit von 40:42. Super Heike. Ihre Schwester Karina finishte erneut in guten 48:06 und bestätigte die Früchte ihres ehrgeizigen Trainings. Die Kombiwertung gewann Jürgen. In dem inoffiziellen Triathlon (hochlaufen, einmal komplett naggisch machen und neue Kleider anziehen un wieder runterlaufen) gewann er die inoffizielle Cup-Wertung. "Hut ab" sag ich dazu nur wobei die etwas träge Zeit beim Kleiderwechsel (gefühlte 25 Minuten) seine gute Zeit berghoch (45:23) doch etwas schmälerte. :)

 

 

 

 

Donnersberglauf 24.02.2018

 

Der Grund warum wir nicht an der Nahe waren, ist der Donnersberglauf. Beim Start zur Pfälzer Berglaufserie an unserem Heim-Berg dürfen die Rokland Runner natürlich nicht fehlen. Auf dem Bild sieht man 3 Rokland Runner mit Karl-Heinz Klos beim Wochenendtraining auf der Strecke. Mit Josef konnten wir auch gleich unseren Neuzugang präsentieren. Er war ja schon häufiger mit uns gelaufen und auch die Pfälzer Berglaufserie kennt er schon.

 

Das Wetter war eigentlich gar nicht schlecht obwohl die Temperatur recht eisig war und uns ein eiskalter Wind entgegen pfiff. Gar nicht schlecht deshalb weil natürlich allles besser ist als kalter Regen. Also nicht beschweren und ab nach oben. Die meisten von uns starteteneher defensiv, da die Frühform noch net klar war und der Respekt wie jedes Jahr sehr gross ist, bevor man in Dannenfels weiss obs gut läuft oder halt .....gut "geht".

 

Trotz des defensiven Starts und des Gegenwindes konnten die Runner gute Leistungen bringen. Erik finishte in 37:32 auf Platz 47, Josef in 40:44 auf Platz 109. Volker erreichte in 42:50 das Ziel und Oli in 45:40. Karina verbesserte ihre Zeit vom letzten Jahr wiedermal deutlich mit 55:28. Ein Super Ergebnis erzielte Heike. Sie finishte mit 44:20 in der W45 auf dem guten 4. Platz und hat damit nur knapp das Treppchen verpasst. Beim nxten Lauf in Landstuhl gehen wir dann etwas offeniver ran. Mal sehen ob dann da nicht ein Treppchenplatz rausspringt.

 

 

 

OIE Crosslauf-Serie 3. Lauf in Veitsrodt am 24.02.2018

 

In diesem Jahr hat es die Pfalz-Fraktion der Rokland Runner nicht geschafft, sich ins Nahetal zu den Matschläufen der OiE Serie zu begeben. Das hat natürlich unseren Nahe-Jörg nicht davon abgehalten traditionell dort zu starten. ER ging sowohl an der Mittelstrecke (3,8km), als auch an der Langstrecke (7,6km) an den Start. Bei ersterem belegte er in 15:27 einen guten 6. Platz. Auf der Langstreke folgte in 33:10 ein 10. Platz. Wir hoffen, dass wir im nxten Jahr gemeinsam wieder die Trailsohlen mit Nahe-Matsch füllen können.

 

 

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